Werbung -> Ich habe dieses Ebook von der Autorin erhalten im Austausch gegen eine ehrliche Rezension. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Das steinerne Schloss
Autor: Anna Weydt
Verlag: books2read (Harper Collins)
Seitenzahl: ca. 323
EAN: 9783733711887                            -> hier kommt ihr zum Buch! 🙂

„Ein Talisman, der sie beschützt. Eine Sage, die sie verfolgt. Ein Familiengeheimnis, das sie lüften muss.

Als Charlie aus dem Nichts von mythischen Kreaturen angegriffen wird, treten ihre Alltagssorgen mit einem Schlag in den Hintergrund. Die einzige Aussicht auf Schutz bietet ein Bündnis mit dem wortkargen Erik, der ihr wie auf Schwingen getragen zu Hilfe eilt. Kann ihr mysteriöser Retter Licht ins Dunkel bringen?
Gefangen in einem Labyrinth aus Lügen kämpft Charlie um Antworten. Doch fündig wird sie erst, als es längst kein Zurück mehr gibt.“ (Quelle: Anna Weydt)

Normalerweise würde ich euch an dieser Stelle erst mal eine etwas ausführlichere Wiedergabe des Inhaltes geben, in der etwas mehr klar wird, worum sich das Buch dreht. Darauf möchte ich aber dieses mal verzichten, da es meiner Meinung zu viel vorweg nehmen würde und den Überraschungseffekt nimmt. Ich möchte natürlich keinem das Lesevergnügen lindern oder ähnliches. Von daher muss dies mal der Klappentext reichen!

„Bisher gab es weder Hexen noch Greife in meiner Welt […] oder ein Wesen mit Pferdefuß und Schwanz, das meinen Dozenten fast getötet hätte

Die Geschichte beginnt unfassbar spannend! Es ist düster, mysteriös und fast schon richtig gruselig. Charlie wird verfolgt und angegriffen, von angsteinflößenden Kreaturen und als Leser ist man genauso angespannt und verängstigt, wie die Protagonistin. Ich saß erst mal auf der Stuhlkante und war super angespannt. Der Anfang war also schon mal sehr vielversprechend!
Aber leider muss ich sagen, dass das Buch nicht über die komplette Länge mit dem Anfang mithalten konnte. Es gab einige Passagen, die sich schon etwas in die Länge gezogen haben, oder deren Sinn sich mir nicht zwangsläufig erschlossen hat. Meist waren das die Momente an denen Erik einfach spurlos und ohne Erklärung verschwunden ist. Oft hat das für mich das Tempo und die Spannung aus der Geschichte genommen, weil sein Verschwinden für mich einfach keinen Sinn gemacht hat. Am Ende erschließt sich einiges, aber dennoch finde ich das nicht so gut gelöst.
Wo wir aber gerade schon beim Ende sind, muss ich sagen, dass ich das wieder richtig gut gemacht fand. Es kommen einige Wendungen und Drehungen gegen Ende, die mich überrascht haben und ich mag wie Geschichte am Ende gelöst wurde.
Was mir generell sehr gut gefallen hat, ist die Grundidee das Buches. Die war sehr originell. Eine Geschichte mit dieser Thematik habe ich noch nie gelesen und auch noch nie von gehört. Auch gab es richtig gute Fantasyelemente, seien es Hexen oder mythische Kreaturen. Ich mag sehr diese „klassischen“ Dinge der Fantasy und ich mag es auch, wenn sie in ihrem „Grundzustand“ belassen sind, wenn auch etwas moderner. Also Grundidee und die Fantasyaspekte sind sehr gelungen.
Allerdings muss ich noch einen negativen Punkt ansprechen, da ich die Liebesgeschichte in diesem Buch gar nicht nachvollziehen kann. Natürlich gehe ich nicht zu sehr ins Detail, aber ich muss den Punkt ansprechen. Ich bin immer großer Fan von dieser „Hate-to-Love“ Sache, aber alles hat seine Grenzen und am Ende saß ich nur noch da und hab mich gefragt, wie sie ihm verfallen konnte. Ich hätte ihn mit einem Arschtritt vor die Tür befördert.
Also ihr merkt schon sehr viel positives, aber auch negatives.

„Du solltest an Himmel und Hölle glauben, weil du ein Teil davon bist.“

Charlotte, genannt Charlie, ist unsere Protagonistin. Und ich mochte sie sehr. Irgendwie war sie in vielen Punkten ein Charakter, mit dem ich mich gut identifizieren konnte. Sie macht alles für die Menschen, die sie liebt. Sie kann es überhaupt nicht leiden, wenn man ihr nur die Hälfte erzählt und wenn sie allen Dinge aus der Nase ziehen muss. Sie mag nicht unbedingt Hilfe von anderen, sieht aber auch ein, wenn sie die braucht. Alles in allem fand ich sie klasse (wenn man von der Liebesgeschichte absieht).
Dann wäre da Erik. Am Anfang dachte ich „ja, genau meine Art von Charakter“, aber je länger das Buch ging umso unsicherer wurde ich da. Ich mag die mysteriösen Männer, die nicht ganz zu durchschauen sind und ihre Geheimnisse haben, aber alles hat so seine Grenzen. Wenn man quasi gar nichts preisgibt und in einer Sekunde mürrisch und in der nächsten nett ist und das des Öfteren, dann komm ich damit auch irgendwann nicht mehr klar.
Es gab dann natürlich noch weitere Charaktere und die haben mir in der Mehrheit wirklich gut gefallen.

„Du hast jetzt nicht ernsthaft Herr der Ringe zitiert, während du vor einer Armee von Monstern davonrennst?“

Der Schreibstil hat mir zugesagt. Das Buch lies sich gut und flüssig lesen und die Sprache war sehr angebracht um bestimmte Stimmungen zu erzeugen, was besonderes gelungen in den „düsteren“ Momenten war. Auch Witz hat nicht gefehlt und an der ein oder anderen Stelle musste ich wirklich schmunzeln. Von daher bin ich gut in einen Lesefluss hereingekommen und auch gut durch das Buch durchgekommen.

Am Ende kann ich sagen, dass ich „Das steinerne Schloss“ für ein ordentliches Buch halte, dass mir gefallen, mich aber nicht umgehauen hat. Es gab ein paar sehr gute Aspekte, die aber leider durch einiges anderes abgeschwächt wurden. Ob man es lesen will, muss jeder selber entscheiden. Ich habe es aber nicht bereut und hatte meinen Spaß!

Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

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