Werbung -> An dieser Stelle Danke an HarperCollings Germany für das zur Verfügung stellen dieses Buch. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Die Schwarze Zauberin
Autor: Laurie Forest
Verlag: HarperCollins Germany
Seitenzahl: 590
Preis: 18,00€
ISBN: 9783959671699                                                    -> hier findet ihr das Buch! 🙂

„Die 17-jährige Gardenierin Elloren ist die Enkelin der schwarzen Zauberin, der letzten großen Hexe ihres Volkes. Obwohl sie ihr sehr ähnlich sieht, spürt sie keine magischen Kräfte in sich. Ein Traum wird wahr, als sie dennoch auf die berühmte magische Universität gehen und das Handwerk der Apothekerin erlernen darf. Doch dort lernen auch Elben, gestaltwandelnde Lykaner und geflügelte Icarale – die Erzfeinde der Gardenier. Und als das Böse aufzieht, bleibt Elloren keine andere Wahl, als ausgerechnet denjenigen zu vertrauen, die sie für die schlimmsten Verräter gehalten hat.“ (Quelle: Harper Collins)

Elloren ist sehr behütet zusammen mit ihren Brüdern bei ihrem Onkel ausgewachsen. Fast ihr ganzes Leben hat sie in einem kleinen Dorf zugebracht und hat ein einfaches Leben geführt. Aber obwohl Elloren abgeschieden lebt, ist ihre Familie eigentlich sehr berühmt. Denn ihr Großmutter war die letzte Schwarze Hexe. Eine große Zauberin, die ihr Volk bis zu ihrem Tod im letzten Krieg gegen eine andere Rasse verteidigt hat. Elloren ist das Ebenbild ihrer Großmutter, aber sie besitzt keinerlei magische Fähigkeiten.
Ihr ruhiges Leben ist vorbei, als ihre Tante der Familie einen Besuch abstattet. Diese Frau ist eine sehr begabte Magierin und die einzige Frau im herrschenden Rat des Landes. Sie will ihre Nichte unbedingt stabverwinden (eine Art magisch besiegelte Hochzeit). Denn es ist unschicklich in Ellorens Alter noch unverwunden zu sein. Ihr Onkel sieht das aber anders. Er findet, dass Elloren zu jung ist und schickt sie erst mal zu Universität, wo sie das Handwerk einer Apothekerin lernen soll. Elloren kann ihr Glück gar nicht fassen, denn das wollte sie unbedingt!
Allerdings wird ihre Freude schnell gedämpft, als sie auf der Reise zur Universität von schrecklichen Kreaturen fälschlicherweise für die nächste Schwarze Hexe gehalten wird und ihr Leben in Gefahr ist. Schließlich an der Universität angekommen, wiegt sie sich in Sicherheit. Bis ihre Tante versucht ihr das Leben schwer zu machen, um sie zu einer Verwindung zu zwingen und ihr auf einmal klar wird, mit wem sie zusammen die Universität besucht. Denn anders als in ihrem kleinen Dorf, gibt es hier Vertreter aller Rassen. Elben, Celten, Lykaner und noch viele mehr. In dem Glauben erzogen, dass alle anderen unwürdige Ungläubige sind, die nur böses wollen und vernichtet werden müssen, stellt Elloren ziemlich schnell in Frage, was richtig und was falsch ist. Denn je mehr sie sich mit den anderen Lebewesen beschäftigt, umso unsicherer ist sie sich, ob die wirklich alle so böse und unwürdig sind. Am Ende liegt es an Elloren zu entscheiden, welcher der richtige Weg ist.

„Für mich wäre das Leben jedoch nicht lebenswert, könnte ich nicht wenigstens an diese eine Sachen glauben: dass es einen anderen Weg gibt, einen Weg der Gerechtigkeit, wenn sie so wollen.“

Die Geschichte ist in Teilen nicht im klassischen Sinne spannend. Über weite Strecken wird über den Glauben, die Rassen, die Universität geredet, von dem Alltag erzählt und man begleitet Elloren auch bei einigen Kleinigkeiten. Aber auch, wenn das Buch erst hinten heraus spannend wird, war es nicht langweilig. Die Welt wird gut beschrieben und die Konflikte dargestellt, sodass man wirklich dabei ist. Ich persönlich brauche nicht immer auf jeder Seite Action und finde es daher ganz nett mal etwas „entspannteres“ zu lesen.
Ein riesiger Aspekt der Geschichte sind die unterschiedlichen Rassen. Elloren ist eine Gardenierin. Deswegen bekommt man die anderen Rassen aus ihrer Sicht vorgestellt. Und diese Sicht ist unfassbar vorurteilsbelastet. Aber es bleibt nicht nur bei Vorurteilen, oftmals ist es richtiger Hass, der anderen gegenüber an den Tag gelegt wird. Anders sein ist falsch, Personen werden fertig gemacht oder bedroht. Ich weiß, dass das Absicht war. Dass dadurch die Extremität der gardenischen Gesellschaft dargestellt werden sollte, um auch so die Wandlung von Elloren hervorzuheben. Aber dennoch war es meiner Meinung nach oft dann doch mal zu viel. Vielleicht bin ich einfach zu empfindlich gewesen, aber an einigen Stellen, fand ich es einfach nicht gut gemacht und zu krass. Das unglaublich gestört, aber auch wirklich beschäftigt. Ich bin auch immer noch nicht fertig damit über das alles nachzudenken. Da werde ich wohl noch etwas drüber nachgrübeln.
Ein andere Sache ist, dass ich ab und zu das Gefühl hatte, dass Geschehnisse recht willkürlich passieren. Von einen auf den anderen Absatz hatte sich eine Situation geändert oder die Stimmung gewandelt ohne wirkliche Erklärung und ich saß da mit dem Gefühl etwas verpasst zu haben. Das Verhältnis zwischen zwei Charakteren hat sich verändert, ohne das sie wirklich etwas miteinander zu tun hatte und ich war einfach nur verwirrt. Also was ich sagen möchte ist, dass an manchen Stellen Überleitungen oder Übergänge fehlen, die die Geschichte an sich schlüssiger gemacht hätten.
Es gab aber natürlich auch noch etwas, dass mir sehr gut gefallen hat. Und zwar ist das der Punkt, nicht jedes Geheimnis gelüftet wurde. Da ist noch das ein oder andere Geheimnis von ein paar Charakteren, z.B. von Elloren, dass ich so gerne erfahren hätte, aber immer wenn es kurz vor der Enthüllung stand, wurde es mir vor der Nase weggeschnappt. Das ist natürlich ein super Weg um meiner Neugierig auf die nächsten Teile der Reihe zu steigern! Die Geschichte an sich ist manchmal etwas leicht durchschaubar, aber dennoch kommt immer mal wieder etwas unerwartetes. Das war definitiv unterhaltsam!

„Das sind nicht einfach Vögel. Das sind Wächter. Sie erscheinen in Zeiten großer Finsternis.“

Die Protagonistin Elloren ist ein junge Frau, dass sehr behütet aufgewachsen ist. Sie ist ein einfaches Mädchen und braucht nicht viel. Dann kommt sie an die Universität und ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt. Sie merkt, dass ihr Weltbild vielleicht nicht das Richtige ist. Sie beginnt zu erkennen, dass die anderen Rassen nicht unbedingt schlecht und unwürdig ist. Sie hinterfragt ihre Religion und alles was sie kennt.
Ich mag den Wandel sehr, den sie durchgemacht hat. Auch wenn ich sagen muss, dass ich manchmal einfach nur die Augen verdrehen konnte. Zu Beginn war es besonders schlimm, weil ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wie man denn so naiv sein kann. Ich weiß, dass genau das der Punkt war. Sie sollte zu Beginn das junge, naive Mädchen sein, dass dann langsam weltoffen wird. Aber dennoch war ich öfter einfach nur geschockt, wenn ich von ihren Ansichten erfahren habe. Ich habe dann drei Kreuze gemacht, als sie endlich mal nachgedacht hat und gemerkt hat, was einfach los ist. Schließlich kann ich sagen, dass mir Elloren als Protagonistin gefallen hat, auch wenn sie definitiv manchmal geschüttelt gehörte.
Es gab auch weitere gute Charaktere. Meine Lieblinge waren ihr attraktiver ältester Bruder Rafe und der mysteriöse, gutaussehende Yvan. Jaja, natürlich mag Jenny die gutaussehenden männlichen Charaktere. Was soll ich sagen? Ich habe eine Schwäche für selbstsicheren oder geheimnisvollen Charaktere und es ist nicht meine Schuld, dass diese meist männlich sind 😀 Da waren aber auch wirklich interessante weibliche Charaktere, wie zb die Mitbewohnerinnen von Elloren oder die Lykanerin Diana.
Alles in allem gibt es eine Menge Charaktere in diesem Buch und man muss etwas aufpassen, damit man nicht den Überlick verliert.

„Aber glaubst du nicht, dass ein einzelner Mensch ganz anders sein kann als alles, was du über sein Volk gehört hast?“

Der Schreibstil. Was kann ich dazu sagen? Er war ganz nett. Jetzt nichts weltbewegendes, aber auch nicht schlecht. Nicht besonders poetisch, eher auf den Punkt. Nichts besonderes, aber auch nicht langweilig. Er war in Ordnung.

Schließlich kann ich sagen, dass das Buch okay war, ich aber mehr erwartet hatte. Ich weiß nicht, mich konnte das Buch nicht komplett überzeugen und vor allem der „Rassenhass“ war mir teilweise einfach zu viel. Dennoch gibt es eine Punkte, die ich gut fand. Einer der größten ist, dass einfach noch nicht alles geklärt ist. Es gibt da noch das ein oder andere, was offen ist, und das macht mich sehr, sehr neugierig. Aber auch die Geschichte an sich war unterhaltsam, wenn auch nicht super spannend und es gab einige tolle Charaktere.
Auch wenn ich bisher nicht komplett überzeugt bin, werde ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen, da ich glaube, dass sie noch viel Potential hat! Und ich hoffe, dass das Hass in der Reihe abnimmt.

Meine Bewertung: 2/5 Sterne

2 Replies to “Review: Die Schwarze Zauberin von Laurie Forest”

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