Werbung -> An dieser Stelle Danke an Vorablesen und den Ravensburger Verlag für das zur Verfügung stellen dieses Rezensionsexemplares. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Ein Augenblick für Immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit
Autor: Rose Snow
Verlag: Ravensburger
Seitenzahl: 415
Preis: 17,99€
ISBN: 978-3-473-40169-7                          -> hier findet ihr das Buch! 🙂

„June glaubt nicht an die alten Legenden Cornwalls, die sich um ihre Familie ranken – und um das Herrenhaus ihres Onkels. Sie will nur eines: hier ihr Abschlussjahr verbringen und dabei ihren Liebeskummer vergessen. Doch die ungleichen Zwillinge Blake und Preston machen ihr das nicht leicht. June fühlt sich magisch zu ihnen hingezogen, ist aber auch irritiert von ihrem rätselhaften Verhalten. Was haben die beiden zu verbergen? Auf der Suche nach Antworten dringt sie immer tiefer in die Geheimnisse um ihre Familie vor. Ob an den alten Legenden doch etwas dran ist? June kann das nicht glauben – bis sie plötzlich selbst unglaubliche Dinge wahrnimmt und ein einziger Augenblick alles verändert.“ (Quelle: Ravensburger)

June möchte ihr letztes Schuljahr als Auslandsjahr bei ihrem Onkel in Cornwall verbringen. Sie braucht Abstand, möchte ihren Liebeskummer vergessen und sich auf die Schule konzentrieren. Allerdings hat sie da die Rechnung ohne Cornwall und seine Legenden und ohne die Zwillinge Preston und Blake gemacht. Kaum ist sie angekommen, beginnen merkwürdige Dinge zu passieren und die Spukgeschichten, die sich um das Anwesen ihres Onkels ranken, scheinen nur allzu wahr zu sein. Das Ganze macht June sehr neugierig, obwohl sie niemand ist, der an alte Mythen und Legenden glaubt. Aber dabei bleibt es natürlich nicht und Junes Leben wird immer noch komplizierter. Denn etwas ist mir ihr passiert, etwas was sie sich nicht erklären kann und schon gar keinem erzählen sollte.

„Noch Jahre später soll in den Nächsten eine grün gekleidete, blasse Frau auf Green Manor ihr Unwesen getrieben haben.“

Die eigentliche Geschichte kommt sehr gemächlich ins Rollen. Aber ich habe ehrlicherweise auch kein schnelles Tempo und super viel Spannung und Action erwartet. Dennoch war ich nicht gelangweilt. Man wird gut in die Geschichte eingeführt, erfährt ein bisschen was über die Landschaft (Cornwall ist ein wundervolles Setting!), lernt aber schnell alle wichtigen Charaktere kennen. Das Buch beschäftigt sich zunächst recht lange mit June und den Zwillingen und der Chemie zwischen allen. Nach und nach kommt dann ein bisschen der Fantasy-Aspekt ins Spiel. Auch wenn ich die Idee gut finde, kommt mir das ganze etwas zu kurz. Ich hätte mir persönlich ein bisschen mehr Fantasy und ein klein bisschen weniger Romance gewünscht. Das ist aber Geschmackssache.
Da das Buch nun mal in dem „Romantasy“ Genre zu hause ist, war von Anfang an klar, dass ich hier wahrscheinlich eine sehr prominente Liebesgeschichte vorfinden würde (oder sogar ein Liebesdreieck, wenn man dem Klappentext glauben sollte) und deswegen war ich erst etwas zögerlich. Ich bin ja jemand der super gerne über unrealistische Liebesgeschichten meckert und ich halte mich dann mit meiner Meinung auch nicht zurück. Und ja, Liebe, Liebelein, Flirtereien, Turteleien. Alles ist viel und prominent zu finden.
Aber glaubt es oder glaubt es nicht, obwohl dieses Buch prädestiniert dazu ist, dass ich es irgendwie doof finde, fand ich es einfach nur gut. Ja, es ist super klischeehaft und teilweise kitschig und da ist dieses angedeutetes Liebesdreieck. Und trotzdem fand ich es gut. Ehrlichweise kann ich nicht 100%tig sagen woran genau es liegt, aber es hat mir einfach gut gefallen. Manchmal ist das einfach so!

„Es gibt solche Menschen. Menschen, die mehr sehen als die anderen. Die diesen Blick haben, verstehst du?“

Wo ich gerade von Klischees geredet habe, kommen wir doch direkt mal zu den Charaktere. Diese fallen in die typischen Kategorien. Junge, hübsche Protagonistin und heiße Zwillinge von denen einer der „Gute“ und einer der mysteriösere „Bad Boy“. Am Anfang konnte ich nur die Augen verdrehen, aber am Ende kann ich sagen, dass ich sie alle liebe.
Die Protagonistin ist June. Es hat sie für ihr letztes Schuljahr zu ihrem Onkel verschlagen, weil sie allem zu hause entkommen will. Sie ist lebhaft, sehr nett und aufgeschlossen. Zudem verfällt sie irgendwie sofort beiden Zwillingen (aber hey, das nehme ich ihr nicht übel, wäre ich auch :D). Dann lernt sie noch liebe Menschen in der neuen Schule kennen und ist eigentlich ein normales Mädchen, nur, dass sie das natürlich nicht ist. Es beginnen Dinge zu passieren (auf die ich nicht genauer eingehen werde), aber sie händelt das alles ganz gut. Ich finde sie sehr sympathisch und eine super angenehme Protagonistin!
Preston ist der „gute“ Zwilling. Er ist nett, zu vorkommend und sehr selbstbewusst (*hust* und natürlich super heiß *hust*). Achja, und er ist Sänger in einer Band. Er macht sich sorgen um June und möchte einfach, dass es ihr gut geht. Also schon ein netter, sehr von sicher überzeugter Typ, auch wenn er so seine frechen Momente hat.
Dann wäre da noch Blake, der mysteriöse, heiße Zwilling. Er war von Beginn an schon wieder direkt mein Typ. Er fährt Motorrad, ihr ein Pferdemensch, recht abweisend und ist nicht so wirklich nett zu June, aber du weißt als Leser natürlich sofort, dass hinter der harten Schale noch ein toller Typ versteckt ist. Diesem Schema verfalle ich sofort immer. Von daher: Team Blake!
Also ihr seht, die Charaktere sind schon relativ klischeebehaftet und man darf das alles vielleicht nicht so ernst sehen, aber dennoch sind mir alle über die Länge des Buches total ans Herz gewachsen und haben mein armes Herzchen auch gewonnen!

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so schnell gehen kann – und dass ein einziger Augenblick deine ganze Existenz für immer verändern kann. Aber es ist offenbar so.“

Der Schreibstil hat mir sehr zugesagt. Gelungene Beschreibungen der schönen Landschaft, der schönen Architektur und ähnliches findet man immer und immer wieder. Und diese sind genau so, wie sie sein sollte. Oft verlieren sich Autoren in ellen langen Beschreibungen, aber hier war alles in genau richtigem Maße auf den Punkt gebracht.
Auch war die Sprache angemessen. Jung genug, dass es glaubwürdig war, ohne kindlich zu wirken. Aber dann teilweise auch etwas „steifer“, was das britische und die gehobenere Gesellschaft hier und da dann unterstrichen hat.

Dieses Buch hat mich super überrascht. Ich bin mit sehr gemischten Gefühlen daran gegangen, weil ich dem ganzen Romantasy Genre schon etwas skeptische gegenüber stehe, aber dennoch hat mich das Buch überzeugt. Das Setting ist toll, die Geschichte ist schön ausgearbeitet, aber vor allem die Charaktere haben es mir angetan. Das Buch ist wirklich etwas für’s Herz! Ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung 🙂

Meine Bewertung: 4 von 5 Sternen

2 Replies to “Review: Ein Augenblick für Immer (1) von Rose Snow”

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