Werbung -> An dieser Stelle vielen Dank an das Bloggerportal und cbt für das zur Verfügung stellen dieses Rezensionsexemplars. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst!


Im Absatz über die Charaktere finden sich am Ende ein paar Spoiler bezüglich der Liebesgeschichte in dem Buch. Den Teil setze ich in eckige Klammern und kursiv. Falls ihr da nichts drüber wissen wollt, dann solltet ihr den Teil überspringen!


Titel: Eine Krone aus Feuer und Sternen
Autor: Audrey Coulthurst
Verlag: cbt
Seitenzahl: 448
Preis: 13,00€
ISBN:  978-3-570-31187-5                             -> hier findet ihr das Buch! 🙂

„Zwei mutige Heldinnen verweigern sich ihrer vorbestimmten Rolle
Freiheit? Für Prinzessin Denna ein Fremdwort. Von klein auf ist klar, dass sie den Prinzen von Mynaria heiraten wird, um den Frieden ihres Volks zu sichern, auch wenn sie in Mynaria ihre bei Todesstrafe verbotene Feuermagie verbergen muss. Die Schwester des Prinzen, Mara, kann über ihr Leben ebenso wenig verfügen wie Denna, doch Freiheit bedeutet ihr alles. Gegensätze ziehen sich an, und irgendwann geraten im Intrigennetz am Hof die Gefühle der zwei Prinzessinnen und Dennas Magie außer Kontrolle …“ (Quelle: Random House)

Prinzessin Denna kommt zu Beginn der Geschichte in Mynaria an. Dem Land, das iregdnwann der Prinz regieren wird, den sie bald heiratet. Ihr Leben lang ist die darauf vorbereitet worden und ist bereit das zu tun, was von ihr erwartet wird. Auch wenn das beudetet, dass sie ihre Magie um jeden Preis verstecken muss, da Mynaria Magie nicht akzeptiert und Magienutzer bestraft. Als sie auf den Prinzen trifft, trifft sie auch dessen Schwester Mara. Mara ist ganz anders, als Prinzessinnen eigentlich sein sollten. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nur schwer etwas sagen.
Gezwungene Umstände bringen die beiden Prinzessinnen zusammen und bald sind sie mehr als Fremde, sie sind Verbündete. Das müssen sie auch sein, denn die Situation in Mynaria spitzt sich immer weiter zusammen und Menschen mit Magie werden immer mehr zu Verbrechern gemacht. Auch Dennas Magie droht aufzufliegen, da sie immer mehr und mehr die Kontrolle verlieren zu scheint. Die beiden Prinzessinnen müssen zusammenhalten, um das ganze durchzustehen.

„Doch es gibt Dinge, gegen die kann auch jahrelanger Unterricht nichts ausrichten. Die Anziehungskraft des Feuers. Die Sehnsucht der Freiheit. Oder ein Mädchen auf einem roten Pferd.“

Der Klappentext klang sehr, sehr vielversprechend, deswegen wollte ich das Buch auch unbedingt lesen, nur leider konnte das Buch nicht unbedingt das halten, was der Klappentext verspricht.
Die Geschichte an sich macht Spaß und ist spannend, aber das Drumherum ist leider meist eher flach. So findet quasi kein World Building statt. Man wird einfach komplett in die Geschichte geworfen, ohne das irgendwo irgendwas erklärt wird. Erst ganz langsam und deutlich später im Buch bekommt man etwas mehr, aber nicht wirklich viel, Infos zu allem. Das macht das Orientieren innerhalb der Welt des Buches sehr schwer. Und vor allem kann man dadurch einiges einfach überhaupt nicht nachvollziehen.
Das Problem findet sich auch bei den Charakteren. Sehr flach, bis auf die Hauptcharaktere (dazu im nächsten Absatz mehr), und teilweise zeigen sie super unlogisches, irrationales Verhalten, dass absolut keinen anderen Sinn hat, als die Geschichte in die Richtung zu lenken, die die Autor braucht. Ich fand es sehr schade, dass man Charaktere so völlig aus dem „normalen“ Verhalten rausholen muss, um die Geschichte in die richtige Bahn zu lenken.
Auch war die politische Situation teilweise für mich nicht nachvollziehbar. Was vermutlich am fehlenden World Building lag. Gegen Ende war alles klarer, aber zwischendurch war ich einfach nur sehr verwirrt.
Das hört sich jetzt recht negativ an, aber so „schlimm“ war es nicht. Das sind halt kleinere Dinge, die auf einander aufbauen. Es gab aber auch einiges was mir gefallen hat. Zum einen das Tempo der Story, das war genau richtig, zum anderen aber auch die Hauptcharaktere und alles was damit zu tun hat.
Dementsprechend gab es da schon Höhen und Tiefen für mich.

„Liebe sollte sich anfühlen wie der erste Ritt auf einem Pferd in vollem Galopp. Sie sollte das Blut zum Kochen bringen und einem eine Gänsehaut über den Rücken jagen.“

Die beiden Prinzessinnen könnten unterschiedlicher nicht sein. Denna ist ein Musterbeispiel für eine Prinzessin. Sie setzt ihre Pflicht an erste Stelle und ihr fleißig und loyal. Sie macht genau das, was von ihr erwartet wird. Sie ist aber auch sehr intelligent. Nach und nach beginnt sie aber dann die Dinge anders zu sehen und einiges zu durchschauen. Auch wird sie sehr viel mutiger, was vor allem mit Mara zusammen.
Da wären wir auch bei Mara. Sie ist überhaupt nicht das, was man von einer Prinzessin erwartet. Sie macht nie das, was sie machen soll und verbringt den Tag lieber bei den Pferden als irgendwelchen Verpflichtungen nachzukommen. Sie möchte einfach nur ihre Freiheit und zu dem will sie aber auch nützlich sein. Deswegen setzt sie sich immer wieder über Regeln hinweg und geht Risiken ein.
Wenn man es genau nimmt, sind Denna und Mara ein super Team. Vor allem deshalb, weil sie so unterschiedlich sind!
[Kommen wir jetzt zum Spoiler-Teil. Denna und Mara sind nicht nur ein super Team, sondern im Laufe des Buches werden sie auch ein Liebespaar. Davon war ich sehr begeistert! Gleichgeschlechtliche Liebe findet man im Jugendbereich selten und deswegen habe ich mich sehr drüber gefreut. Was ich allerdings nicht so verstanden habe ist, dass die beiden es sich so schwer machen sie ihre Gefühle einzugestehen. Okay ja, Denna ist dem Bruder versprochen, deswegen muss das geheim sein. Aber oft kam es für mich so herüber, als würde sie sich damit schwer damit tun, weil sie beide Mädchen sind. Das habe ich allerdings nicht verstanden, weil ich es so verstanden habe, dass gleichgeschlechtliche Liebe dort akzeptiert ist. Aber es kann auch sein, dass ich das nur falsch interpretiert habe. Was steht ist: die Liebesgeschichte fand ich gut!]

„Wahrscheinlich ist es das Beste, wenn du nicht weißt, was es da draußen noch alles gibt und was du in einem anderen Leben hättest tun können.“

Der Schreibstil in diesem Buch ist völlig in Ordnung. Ich habe etwas gebraucht, um in das Buch einzufinden, aber ich glaube, dass das eher am fehlenden World Building, als am Schreibstil lag.
Was mir gut gefallen hat ist, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Denna und Mara geschrieben ist, so hat man als Leser einen guten Einblick in beide Charaktere. An diesem Punkt habe ich also nichts zu meckern.

Schließlich ist dieses Buch für mich ein Jugendbuch mit einer guten Story gelungener Liebesgeschichte, aber auch einigen Schwächen. Aber im Grunde finde ich es schon empfehlenswert, alleine schon deswegen, dass es ein paar Aspekte aufweist, die man sonst nicht unbedingt in Jugendbüchern des Fantasy-Genres findet!

Meine Bewertung: 3 von 5 Sterne

2 Replies to “Review: Eine Krone aus Feuer und Sternen von Audrey Coulthurst”

  1. Hi,

    ich finde deine kritische Rezension gut gelungen. Ich dachte am Anfang „Wow das Cover ist sehr cool!“ aber nach deinen kritisierten Punkten bekam ich doch Zweifel. Das mit der fehlenden Tiefe, das du angesprochen hast, wäre beim Lesen für mich auch ein Problem, weswegen ich mir den Titel zwar notiere, ich in das Buch aber reinlesen werden, bevor ich mich für oder gegen eine Anschaffung entscheide.

    Danke für die aufschlussreiche Rezension!
    LG Ümi

    1. Hallo,

      ich danke dir 🙂

      Also das Cover ist wirklich toll! Das war auch das, was mich als erstes angesprochen hat. Aber leider konnte das Buch nicht so richtig mit dem Cover mithalten.
      Reinlesen ist aber bestimmt eine gute Idee. Ich denke dann merkst du schnell ob es dir gefällt 🙂

      Liebe Grüße,
      Jenny

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