Werbung -> An dieser Stelle Danke an das Bloggerportal und cbt für das zur Verfügung stellen dieses Buches. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner weise beeinflusst.


Titel: Fallende Stadt
Autor: Lauren DeStefano
Verlag: cbt
Seitenzahl: 416
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-570-31199-8                                          -> hier findet ihr das Buch! 🙂

Die schwebende Stadt Internment ist ein Paradies über der Erde – und ein gefährliches Gefängnis…

Morgan Stockhour lebt gemeinsam mit ihrer Familie, ihrer besten Freundin Pen und ihrem Verlobten Basil auf der schwebenden Stadt Internment. Noch nie hat sie die streng geschützten Grenzen ihrer Heimat überschritten. Doch dann geschieht ein Mord, der erste seit einer Generation. Auf einmal stellt Morgan die Regeln von Internment infrage – und ist völlig unvorbereitet auf das, was sie erwartet …“ (Quelle: RandomHouse)

Internment ist eine völlig isolierte Stadt, die am Himmel schwebt. Dort ist alles geregelt. Wer wen heiratet, wer wann ein Kind bekommen darf, wer wo wohnt. Der begrenzte Platz der schwebenden Stadt bedingt eine geregelte Gesellschaft. Außerdem muss man auch noch schauen, dass man den Himmelsgott, der über Internment wacht, nicht verärgert und ein gutes, treues Leben führt.
Das ist die Welt in der Morgan lebt. Sie macht alles was von ihr verlangt wird, auch wenn sie immer nicht akzeptierte Gedanken planen. Sie ist fasziniert von Dinge, die verboten sind. Genau wie vor ihr schon ihr Bruder Lex. Aber ihr Verlobter Basil und ihre besten Freundin Pen halten sie immer auf dem Boden und Morgan versucht sich immer möglichst nichts anmerken zu lassen.
Aber dann passiert ein Mord. Da solche Dinge auf Internment eigentlich nie passieren gerät die Stadt in einen völligen Ausnahmezustand. Als wäre ein Mord nicht schon schlimm genug, merkt Morgan aber schnell, dass alles weiter reicht, als sie jemals vermutet hätte und sie beginnt festzustellen, dass ihr zu Hause nicht so perfekt ist, wie gerne behauptet wird. Immer weiter ziehen sich die Kreise und Morgan muss schwierige Entscheidungen treffen.

„Auf Internment verspricht man uns viele Dinge, aber Veränderungen gehören nicht dazu.“

Die Geschichte beruht aus dem „typischen“ Konzept von Dystopien. Junges Mädchen in scheinbar perfekter Welt, merkt, dass alles gar nicht so perfekt ist und beginnt zu zweifeln und zu rebellieren. Soweit alles nichts neues. Was mich aber so angesprochen hatte, war das Thema mit der fliegenden Stadt. Deswegen wollte ich das Buch auch unbedingt lesen.
Aber leider wurde meiner Meinung nach das ganze Potential nicht ausgenutzt. Das World Building war recht schwach. Es wurden immer wieder nur einzelne Fakten über die Stadt, die Gesellschaft und alles andere in den Raum geworfen, aber nicht weiter ausgeführt. Als Leser wurde man etwas in der Luft hängen gelassen und am Ende habe ich nur ein unvollständiges, fetzenhaftes Bild der Welt. Dabei bin ich mir sicher, dass man aus dieser fliegenden Stadt etwas ganz besonderes hätte machen können.
Die Geschichte an sich hat mir aber gefallen. Wie schon gesagt, ist das Konzept recht „typisch“, aber genau wegen diesen Stories mag ich das Genre ja auch. Man wird nicht unbedingt auf jeder Seite überrascht, aber dennoch hatte ich meinen Spaß beim Lesen und habe dann doch nicht unbedingt alles kommen sehen. Gerade das Ende habe ich anders erwartet, als es dann schließlich war. Richtige Spannung kommt erst in der zweiten Buchhälfte auf, wo alles langsam beginnt sich zuzuspitzen. Die Geschichte mag einen nicht komplett umhauen, aber trotzdem liest sie sich wirklich gut!

„Tugendhaftigkeit – wie definiert man sie? Man lehrt uns, sich nicht dem Rand zu nähren und erst recht nicht zu springen. Aber ist Mut keine Tugend?“

Die Protagonistin Morgan ist ein recht junges Mädchen, dass in einer sehr durchstrukturierten und geregelten Gesellschaft lebt, aber immer wieder Dinge denkt, die als nicht „normal“ gelten. Sie ist fasziniert vom Rand der Stadt und vom Boden. Sie kann sich nicht vorstellen, dass ihr Welt alles ist und sie will mehr. Allerdings will sie eigentlich nicht anders sein und deswegen versucht sie krampfhaft sich anzupassen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum sie manchmal sehr naiv einigen Dinge gegenüber steht.
Obwohl sie eigentlich ein guter Charakter ist und auch während des Buches eine Entwicklung durchgeht, konnte ich mich nicht so richtig für sie erwärmen. Ich konnte irgendwie keine Verbindung zu ihr aufbauen und war deswegen immer etwas distanziert ihr und daher auch der Geschichte gegenüber.
So ging es mir aber leider auch mit fast allen Charakteren. Sie waren alle gut und nett, aber emotional konnte sie mich abholen. Deswegen hat mir einfach die Verbindung zum Buch etwas gefehlt.
Aber trotzdem habe ich noch einen Charakter, der mit persönlich gut gefallen hat. Und zwar Morgans Verlobter Basil. Er ist einfach ein herzensguter Junge und unfassbar loyal. Er würde alles für Morgan machen und passt liebevoll auf sie auf. Ihn fand ich wirklich gut!

„Wir haben den freien Willen, auf dieser Seite der Schienen zu bleiben. Gehen wir auf die andere Seite, kommen wir dem Rand zu nah, und das bringt uns durcheinander.“

Den Schreibstil des Buches würde ich im Großen und Ganzen als „steif“ beschreiben. Das mag daran liegen, dass dieses Buch aus der Ich-Perspektive erzählt wird und Morgan aufgrund der recht strengen Gesellschaftsstruktur auch sehr steif wirkt. Aber dennoch macht es das Lesen manchmal etwas anstrengend. Man gewöhnt sich zwar dran, aber es ist nicht mein liebster Schreibstil.

„Du darfst deinen Sinn für das Wunderbare nicht vergessen. Das ist eine seltene Eigenschaft und gehört zu den Dingen, die ich an dir am meisten bewundere.“

„Fallende Stadt“ ist ein unterhaltsames Buch mit soliden Charakteren und einer netten Geschichte, hinter der ein Konzept mit viel Potential steckt, dass leider nicht ganz ausgeschöpft wurde. Mir hat das Lesen Spaß gemacht, aber ich war nicht komplett gefesselt. Dennoch werde ich die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen und hoffe auf eine Steigerung im zweiten Teil!

Meine Bewertung: 3/5 Sterne

One Reply to “Review: Fallende Stadt von Lauren DeStefano”

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