Werbung -> An dieser Stelle Danke an das Bloggerportal und an den cbt Verlag für das zu Verfügung stellen dieses Buches. Ich habe mich sehr darüber gefreut, es hat allerdings meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Fayra – Das Herz der Phönixtochter
Autor: Nina Blazon
Verlag: cbt
Seitenzahl: 461
ISBN: 978-3-570-16493-8       -> hier könnt ihr das Buch kaufen 🙂

Die junge Anna-Fee ist mir ihren Eltern in ein altes Herrenhaus gezogen. Es war schon immer der Herzenswunsch ihrer Mutter in diesem Haus zu leben, und als sich die Chance bot, beschlossen ihre Eltern dort hinzuziehen. Anna-Fee ist aber alles andere als begeistert davon, vor allem weil sie jetzt weiter weg von ihrer besten Freundin Nelly wohnt. Als dann auch noch eines Nacht ein wilder Sturm draußen tobt, Anna-Fee meint sich bewegende Steinstatuen zu sehen und es durch einen Blitzeinschlag zu einem Brand in dem verbotenen Garten des Anwesen kommt, ist sie noch weniger begeisert. Dennoch beschließen Anna-Fee und Nelly sich etwas genauer im Haus und Garten umzusehen und stoßen dabei auf ein rätselhaftes, ruß bedecktes Mädchen names Fayra. Wie sich herausstellt kommt, dieses aus einer Parallelwelt, welche durch Tore mit Anna-Fees Welt verbunden ist. Fayra wurde von einem Jäger in die andere Welt gelockt, welcher es auf ihre Macht abgesehen hat. Denn sie ist ein Abkömmling eines Phönixdrachen und dadurch sehr machtvoll. Fayra muss so schnell wie möglich wieder zurück in ihre eigene Welt, bevor der Jäger sie findet oder sie erlischt. Es beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit, in welchem Anna-Fee und Nelly mit Hilfe unerwarteter Verbündeter versuchen, ein Tor in Fayras Welt zu finden.

„Das liegt daran, dass es zwei Arten von Wünschen gibt. […] Die einen sind Glühwürmchen. […] Doch manche Wünsche sind Sterne.“

Früher in diesem Jahr hatte ich mich an meinem ersten Nina Blazon Buch versucht und war damals alles andere als begeistert gewesen. Zwar hatte mir ihr Schreibstil zugesagt und auch die generelle Idee fand ich klasse, aber die Umsetzung konnte mich nicht umhauen. Allerdings wollte ich der Autorin noch eine Chance geben, da viele andere Buchwürmer, allen voran Ney, so von ihr begeistert sind. Da mir das Cover und der Klappentext von „Fayra“ so gut gefielen, dachte ich mir, dass es das perfekte Buch wäre, um es noch einmal mit Nina Blazon zu versuchen. Und ich habe es nicht bereut!

„Das Einzige, was zählt, ist das hier. […] Zwei Herzen- und das, was sie verbindet. Nicht das, was sie trennt.“

Von Seite Eins an hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. In der Geschichte geht es um Freundschaft, um Mut und um Abenteuerbereitschaft. Es geht darum Vorurteile beiseite zu schieben und zu helfen nur um der Hilfe willen. Es geht darum über sich hinauszuwachsen und völlig neue Seiten an sich zu entdecken.  Am Ende ist es eine wirklich schöne Geschichte.
Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, war ich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt oder „unterfordert“. Es wurde eine wundervolle Welt erschaffen und eine spannende Geschichte erzählt. Neben der realen Welt, gibt es eine Parallelwelt. Es gibt magische Wesen, mysteriöse Organisationen und eine tobenden Krieg. Das Buch entwickelt sich in einem guten Tempo und überrascht einen immer mal wieder.
Auch wenn man hier und da an der Leichtgläubigkeit der Charaktere oder der Einfachheit in der Geschehnisse ineinander greifen merkte, dass es für eine jüngere Leserschaft geschrieben worden ist. Das hat mich persönlich aber eher weniger gestört.

„Es gibt so viele Arten von Mut, Fee. Eine davon ist, auf sein Herz zu hören und den eigenen Weg zu gehen, obwohl man Angst hat.“

Eine wirklich gelungene Sache sind meiner Meinung nach die Charaktere und am besten gefallen hat mir die Protagonistin Anna-Fee, welche Fee genannt wird. Fee ist 12 Jahre und meistens ein eher ängstliches, zurückhaltendes Mädchen. So lernt man sie auch zu Beginn der Geschichte kennen. Aber schnell merkt sie, dass sie viel mehr kann, als sie sich zutraut, auch wenn sie selbst immer wieder davon überrascht ist. Sie wird mutig und traut sich Risiken einzugehen, um sehr selbstlos Fayra zu helfen. Fee ist diese Art von Charakter, die man sofort in Herz schließt, weil sie einfach so süß, jung und vorurteilsfrei ist. Während des Lesens habe ich die ganze Zeit zusammen mit ihr gelacht, gelitten und gezittert.
Die anderen Charaktere sind alle anders als Fee und deswegen ergänzen sie sich gut. Zu einem gibt es da Nelly, Fees beste Freundin. Sie ist das exakte Gegenteil von Fee und mutig, abenteuerlustig und für alles zu haben. Nelly ist dafür da, um Fee immer wieder aus sich herauszuholen. Zudem ist sie witzig und hat immer mal wieder dafür gesorgt, dass sich herzlich lachen musste.

„Wir haben flammende Herzen und Seelen, die heller und heißer brennen als die Sonne.“

Dann gibt es natürlich noch, die namensgebende, Fayra. Bei ihr weiß man zu beginn nicht so genau, was man von ihr halten soll und sie birgt einige Überraschungen. Sie ist ein sehr willensstarkes, überzeugtes Mädchen, wenn auch sehr mit Vorurteilen belastet. Ähnlich wie Fee, macht auch sie einen Wandel im Laufe des Buches durch, wenn auch auf andere Art und Weise. Sie lernt langsam, dass nicht jeder Mensch von Natur aus schlecht ist und lernt etwas mehr zu vertrauen.
Das waren natürlich nicht die einzigen Charaktere, die in diesem Buch vorkommen. Aber ich will natürlich mal wieder nicht zu viel verraten. Lasst nur soviel gesagt sein, es sind nicht alle das, was sie am Anfang zu sein scheinen!

„Deshalb brauchen wir Märchen. […] Wenn wir verzweifelt sind und alles verloren scheint, geben sie uns Hoffnung und zeigen uns, dass auch die schlimmste Geschichte ein gutes Ende haben kann.“

Auch wie in meinen ersten Nina Blazon Buch ist der Schreibstil hier wieder sehr toll. Das Buch liest sich sehr einfach und flüssig. Wenn man einmal in einem Lesefluss ist, dann fliegen die Seiten nur so dahin. Das bringt einem als Leser wirklich Spaß und macht es zu einem netten Leseerlebnis.

Lasst mich alles zusammenfassen: es ist ein schönes Buch mit wirklich liebenswerten Charakteren. Das Lesen macht Spaß und man wird als Leser gut unterhalten. Allerdings muss man bedenken, dass alles etwas simple ist, da es sich um ein Jugendbuch handelt. Das bedeutet, dass es keine riesigen Wendungen gibt, die einen völlig umhauen, und das auch im Großen und Ganzen das Rad mit dieser Geschichte nicht neu erfunden wird.
Aber dennoch kann ich das Buch jedem empfehlen, der ein schönes Leseerlebnis für zwischendurch sucht, das mit schönen Freundschaften und etwas Magie gespickt ist!

Meine Bewertung: 4/5 Sternen

 

 

0 Replies to “Review: Fayra – Das Herz der Phönixtochter von Nina Blazon ”

  1. Eine sehr schöne Rezi ♥
    Das klingt definitiv nach einem Buch meines Geschmackes! Manchmal brauche ich tatsächlich etwas, dass kein High Fantasy ist haha 😀 Ist auf jeden Fall schon mal auf meinem Wunschzettel gelandet! 🙂

    Liebe Grüße,
    Jenny 🙂

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