Dieses wunderschöne Buch ist, wie sechs weitere Drachenmond Bücher, an der Frankfurter Buchmesse in meine Tasche gehüpft. Ich hatte sogar Glück und konnte ein Autogramm abstauben. Ihr könnt euch vermutlich denken, wie glücklich ich war! Zu hause angekommen konnte ich kaum abwarten es zu lesen. Es hat am Ende doch noch etwas gedauert, aber letzte Woche hatte ich endlich Zeit mich dieser lila-weißen Schönheit zu widmen!

Titel: Götterblut
Autor: Stella A. Tack
Verlag: Drachenmond
Seitenzahl: 490

 

„Es gibt fünf Dinge, die du wissen solltest, bevor du dieses Buch liest.

1. Mein Name ist Warrior Pandemos.

2. Ich bin die Tochter der größenwahnsinnigen Götter Hades und Aphrodite.

3. Ich wurde mit einem Gendefekt geboren, der sich Medusa-Effekt nennt. Soll heißen? Sieh mich an und du verlierst den Verstand!

4. Obwohl ich im Gegensatz zu meinen Eltern menschlich bin, passieren in letzter Zeit ziemlich schräge Dinge. Ich meine, ist es normal plötzlich silbern zu bluten? Stimmen im Kopf zu hören? Oder von einem Baum aufgespießt zu werden, ohne dabei … na ja, draufzugehen?

5. Tja, und schließlich bin ich in der Hölle einem Gefängnisflüchtigen über den Weg gelaufen. Sein Name ist Peace. (Sohn des Zeus/ arroganter Arsch/ verboten heiß/ seelenlos…) Er versucht mit einem absolut hirnrissigen Plan die Götter aus dem Olymp zu stürzen. Und ich?

Ich werde ihm dabei helfen.“ (Quelle: Drachenmond Verlag)

Wie cool ist dieser Klappentext bitte!? Ich dachte mir mal, dass ich es was den Inhalt angeht dabei belasse, da das eigentlich schon für sich selbst spricht 😉
Vermutlich habt ihr auch schon vorher gemerkt, dass ich das Cover des Buches einfach nur GENIAL finde! Es ist so schlicht und trotzdem so schön. Da ich ein totales Cover-Opfer bin, war mein Interesse natürlich geweckt. Als ich dann auch noch im Klappentext erfahren habe, dass es um die griechische Mythologie geht, stand fest, dass ich es kaufen musste.

„Hätte nie gedacht, jemals eine Rüstung zu brauchen. Ich war eher der Prinzessinnen-Typ.“

Dann lasst mich euch von diesem Buch erzählen! Ganz zu Beginn hatte ich ganz kleine Probleme damit, ich kam nicht sofort in die Geschichte rein (was evtl. daran lag, dass es sehr viel um Toiletten ging am Anfang). Aber glücklicherweise hielt sich das nur über die ersten 30/40 Seiten und danach gefiel mir das Buch mit jeder Zeile mehr, bis ich am Ende völlig begeistert war. Für mich ist es definitiv eines dieser Bücher, die etwas Anlaufzeit brauchen, aber dann zum totalen „page turner“ werden!
Der Aspekt der griechischen Mythologie wird sehr modern angegangen und mit altbewährtem gemischt. So werden in Abbadon beispielsweise iPads benutzt oder im Olymp gibt es jede Woche eine neue Trendsportart. Aber die Götter bleiben wirklich die Götter, wie man sie aus der Mythologie kennt. Das ist ein Fakt den ich sehr wichtig finde, da ich Mythologie will, wie sie wirklich ist und nicht irgendwie komplett verdreht. Stellenweise erinnert das Buch etwas an Percy Jackson. Das mag ein paar Leute stören, aber mich gar nicht, denn ich liebe PJ! Und alles was so ähnlich ist, kann eigentlich nur gut sein.
Was mir besonders gut gefallen hat, dass das Buch, besonders wenn Warrior und Peace miteinander reden, wirklich lustig war. Ich habe stellenweise einfach nur laut losgelacht und mich nicht wieder einbekommen. Bücher sind viel zu selten richtig witzig, deswegen mag ich es immer sehr, wenn ich zum lachen gebracht werde.

„Nur Warrior hat die Eier, den alten Herren Daddy zu nennen.“

Von den Charakteren ist natürlich die Protagonistin Warrior erwähnenswert. Am Anfang wirkt sie einfach nur wie ein typischer aufsässiger Teenie, aber schnell merkt man, dass noch mehr hinter ihr steckt. Sie hat mit vielen Problemen zu kämpfen und mit Unsicherheiten, die meisten Gründen auf ihrem „Leiden“, dem Medusa-Effekt. Dennoch versucht sie das beste aus der Sache zu machen und hat einfach Spaß. Ich mochte sie sofort. Deswegen war ich auch sehr froh, als sie über die Länge des Buches eine Veränderung durchgemacht hat, über sich hinaus gewachsen ist und sich selbst akzeptiert hat.

„Ich bin nackt, du bist da, ich erröte nicht mehr! Paaam. Kleidung her, Kumpel!“

Dann wäre da noch Peace, welcher für mich ein sehr interessanter Charakter ist, welcher auch noch besserem kennenlernen immer noch einen großen Reiz ausübt und mich völlig fasziniert. Vor allem der Fakt, dass er keine Seele mehr hat, war richtig spannend.
Es gibt aber auch noch weitere Charaktere, die einem dieses Buch versüßen. Ganz vorne mit dabei ist der wirkliche liebenswürdige Madox, den ich sofort in mein Herz geschlossen habe, weil er so herrlich widersprüchlich ist. Einerseits ist er voll der Frauenheld und andererseits ist seine Lieblingssendung Shopping Queen und all sowas. Alles was mit ihm zu tun hat, hat einfach nur Spaß gemacht.
Ich könnte euch jetzt natürlich auch noch von Diamond, O, Charming und was weiß ich von wem erzählen, aber das würde dann doch etwas den Rahmen sprengen. Lasst nur so viel gesagt sein, es gibt eine Menge tolle oder auch „hassbare“ Charaktere!

„Ich bin Gott und wer zum Teufel bist du?“

Der Schreibstil der guten Stella hat mir sehr gefallen und las sich sehr flüssig. Aber es gibt eine Sache, die ich persönlich nicht so mag und die hier öfter aufgetaucht ist. Und zwar sind das Seiten ohne irgendwelche Einschübe, Zeilenumbrüche oder Absätze. Ich finde es immer sehr schwer sich auf das Lesen zu konzentrieren, wenn man so einen Block von Text vor sich hat. Es stört mich nicht wenn es mal eine Seite ist, aber in diesem Buch kam es schon recht häufig vor. Allerdings ist das natürlich was komplett subjektives.
Was definitiv auch noch anzumerken ist, ist, dass es in dem Buch hier und da einige Schreib-, Zeichensetzungs- oder Formatierfehler gibt. Leider hat das stellenweise gestört und mich doch etwas rausgebracht.

„Ich bin ein Schleimklumpen und alle hassen mich.“

Schlussendlich kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat, vor allem ab der Mitte bis zum Ende hin. Die Geschichte ist spannend und besonders und die Charaktere sind wirkliche Highlights. Gerne hätte ich eine noch bessere Bewertung gegeben, aber wegen des etwas langsamen Anfangs und den Fehlern im Buch musste ich ein klein wenig schlechter bewerten.
Ich kann euch das Buch absolut ans Herz legen, wenn ihr Mythologie-Fans seid, auf coole Charaktere steht und Bücher mit viel Witz mögt! 🙂

Meine Bewertung: 4/5 Sternen

0 Replies to “Review: Götterblut von Stella A. Tack”

  1. Huhu 😀

    ES IST SOEBEN AUF MEINEM WUNSCHZETTEL GELANDET! ES KLINGT SO GENIAL! Und ich lieeeeeebe griechische Mythologie, weshalb ich auch PJ und generell die Bücher von Rick Riordan feiere, weil es so toll ist, immer was neues dazu zu lernen! Ach das Buch klingt so witzig! Und mir geht es wie dir: Ich mag es nicht, wenn man von der griechischen Mythologie total abschweift und die Fakten, wie zum Beispiel die Götter drauf ist, total verdreht und zum Beispiel Ares ein Sensibelchen ist. Geht überhaupt nicht. Es muss schon korrekt sein, sonst gefällt es mir nicht xD

    Sehr schöne Rezi ♥ Ich hoffe ich bekomme einen Gutschein zu Weihnachten, dann wird dieses Schmuckstück bestellt! Weißt du denn ob es eine Reihe wird oder ist es nur ein Einzelband?

    Liebe Grüße,
    einer der vielen Jennys 😛 ♥

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