Werbung -> An dieser Stelle Danke an das Bloggerportal und an den cbt Verlag für das zu Verfügung stellen dieses Buches. Ich habe mich sehr darüber gefreut, es hat allerdings meine Meinung in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Herrscherin der Tausend Sonnen  (Originaltitel: Empress of a Thousand Skies)
Autor: Rhoda Belleza
Verlag: cbt
Seitental: 398
ISBN: 978-3-570-16470-9      -> hier könnt ihr das Buch kaufen! 🙂

„Die geliebte Rose der Galaxie reiste inmitten eines Sternenschauers nach Kalu zurück: eine dicke, fette, hübsch verpackte Lüge, die dem Image diente.“

Kronprinzessin Rhiannon Ta’an ist die einzige, die vor Jahren den Anschlag auf ihre Familie überlebt hat. Die Ta’an herrschen seit vielen Generation in der Galaxie und stehen nun kurz vor der Auslöschung. Zu ihrer eigenen Sicherheit hat Rhiannon, auch Rhee genannt, die Jahre bis zur ihrer Krönung auf einem Mond names Nau Fruma. Doch dort plant sie die ganze Zeit über akribisch ihre Rache, an denen, die sie für verantwortlich für Tod ihrer Familie hält.  Kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie dann für ihre Krönung zurück auf ihren Heimatplaneten Kalu. Doch dort soll sie nie ankommen. Als sie ihre Reise nach Kalu antritt, wird ein Anschlag auf sie verübt, dem sie nur knapp mit Hilfe eines Fremden entgeht. Die Beiden verlassen das Raumschiff, welches kurz darauf explodiert. Die ganze Galaxie denkt, dass Rhee tot ist. Dass sie von Feinden der Ta’an Familie ermordet worden ist.
Schnell findet sich der vermeintliche Mörder. Alyosha ist ein Soldat, Pilot und Medienstar. Zudem ist er Wraetaner. Wraeta und Kalu sind Erzfeinde und somit hätte Alyosha allen Grund, die Kronprinzessin tot sehen zu wollen.
Beide sind auf der Flucht und schnell stellt sich heraus, dass es nicht nur um ihre persönlichen Schicksale geht, sondern auch darum, einen interplanetaren Krieg zu verhindern.

Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an so meine Probleme mit dem Buch hatte. Die Geschichte beginnt vielversprechend mit einer angehenden, sehr jungen Kaiserin, welche nicht allzu erbaut ist, von der Tatsache zu herrschen, aber endlich Rache nehmen will. Für mich barg das großes Potential eine gute Geschichte zu werden. Aber schon kurz danach, beginnt es, dass Geschehnisse in dem Buch viel zu gut zusammenpassen oder schlicht und einfach keinen Sinn ergeben. Die Charaktere sind immer zu der richtigen Zeit am richtigen Ort, bekommen immer im letzten Moment (scheinbar ohne großen Aufwand) Hilfe und all so etwas. Generell, ist alles etwas zu „einfach“. Das setzt sich durch das ganze Buch fort und hat mich wirklich gestört.
Allerdings gab es auch gute Aspekte. Ich finde des World Building ist sehr gelungen. Es gibt viele unterschiedliche Welten in der Galaxie, die alle etwas eigenes haben. Was mir gut gefallen hat ist, dass sich aber überall Dinge wieder gefunden haben, die man von der Erde kennt. So sind, zum Beispiel, die Bewohner eines Planetens große Wüstenfüchse, die auf den Hinterbeinen laufen. Zudem wird die Geschichte in dem Buch immer abwechselnd aus der Sicht von Rhiannon und Alyosha erzählt. Das ist gut gemacht, da man so einen umfassenderen Überblick über die Situation in der Galaxie, den drohenden Krieg und die politischen Machtspielchen bekommt. Auch die eigentliche Idee der Geschichte war gut und spannend, mit ein paar, dann doch unvorhergesehenen, Wendungen, besonders zum Ende hin. Leider wurde nur einfach nicht das volle Potential der Idee ausgeschöpft.

„Ehre, Tapferkeit, Loyalität.“

Rhee ist der Charakter, mit dem ich mich am schwersten getan habe. Sie ist diese „typische Heldin“ in Jugendbüchern. Eigentlich ist sie viel zu jung, für die Aufgabe, die sie übernimmt und kann auch gar nichts so richtig perfekt (außer vielleicht kämpfen, das kann sie ziemlich gut), schafft es aber trotzdem durch quasi die ganze Galaxie zu reisen, dem Militär immer wieder zu entkommen und was weiß ich noch alles. Zudem reagiert sie manchmal auf völlig absurde Weise und ist, beispielsweise, unglaublich wütend auf einen anderen Charaktere, weil er genau das gemacht hatte, was sie kurz davor noch selbst machen wollte, sich aber dann doch umentschieden hat. und generell ist sie auch überhaupt nicht standfest und wechselt an ein paar Stellen andauernd ihre Meinung, zu doch sehr wichtigen Dingen.
Ich glaube aber, dass es nicht an Rhee selbst liegt, dass ich sie nicht so sehr mag. Es liegt vielmehr daran, dass ich langsam genug über diese Art von Protagonistin gelesen habe. Wenn man dem ganzen nicht so Überdrüssig ist wie ich, bin ich mir sicher, dass man Rhee durchaus mögen kann.

Der andere Protagonist, neben Rhee, ist Alyosha. Anfangs fand ich ihn etwas naiv und leichtgläubig, aber gegen Ende hat er mir wirklich gut gefallen, da man bei ihm einen richtigen Wandel erkennen kann. Ab einem Punkt versteht er, wie sehr er wirklich in der Klemme sitzt, wegen den Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben werden und versucht alles daran zusetzen nicht verhaftet zu werden. Teilweise schafft er mehr, als er sich selbst zutrauen würde. Er wird einem wirklich, wirklich sympathisch und man fiebert mit ihm mit.

Es gibt auch noch einige andere Charaktere, die mir gut gefallen haben. Vorallem zu nennen sind Vin und Dahlen. Gerade letzterer hat mich sehr neugierig gemacht, da man nicht allzu viel über ihn erfährt.

„Ma’tan sarili.“

Der Schreibstil der Autorin ist wirklich angenehm zu lesen. Man ist sehr zügig in einem Lesefluss und schafft schnell viele Seiten. Das Buch kommt einem deswegen nicht so vor, als hätte es knappe 400 Seiten. Was auch sehr gut passt ist, dass im Großen und Ganzen die Geschichte recht „jung“ geschrieben ist. Den Charakteren wird nicht eine Sprache aufgezwungen, die gar nicht zu ihnen passt. Sie fluchen, sie machen zweideutige Anspielungen und sie witzeln miteinander herum.

Es fiel mir ziemlich schwer ein vernünftiges Fazit zu ziehen, da ich eine sehr durchwachsene Meinung von dem Buch habe. Am Ende habe ich mich dann aber dazu entschieden, das Buch etwas höher zu bewerten, als ich eigentlich geplant hatte. Der Hauptgrund dafür ist, dass gerade meine leichte Abneigung gegen Rhee wirklich nur persönliches Empfinden ist, weil ich schon viel zu viel über diese Art von Protagonistin gelesen habe. Wenn ich diesen Fakt außen vor lasse, was das ein ganz gutes Buch, das hier und da seine Schwächen hat, aber sonst unterhaltsam ist.

Meine Bewertung: 3/5 Sternen
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