Werbung -> An dieser Stelle Danke an HaperCollins für das zur Verfügung stellen dieses Rezensionsexemplar. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Immerwelt – Der Anfang
Autor: Gena Showalter
Verlag: HarperCollins
Seitenzahl: 496
Preis: 16,99€
ISBN: 978-395-967-209-2                    -> hier findet ihr das Buch! 🙂

„Tenley ist eine ganz normale Siebzehnjährige, rebellisch und eigensinnig. Nur dass ihre Eltern darauf bestehen, dass sie sich – wie alle anderen – zu einer der beiden verfeindeten Seiten bekennt: Entweder gehört man zu Myriad, dem dunklen Reich der Schicksalsgläubigen, oder zu Troika, dem hellen Reich der Erkenntnis. Vertreter beider Reiche versuchen mit allen Mitteln, Tenley für sich zu gewinnen. Aber sie versteht nicht, warum ausgerechnet sie so wichtig sein soll. Außerdem bemüht sich aus beiden Häusern ein Junge um sie. Sie verliebt sich in einen der beiden. Doch was, wenn sie sich für das Reich des anderen entscheidet?“ (Quelle: HarperCollins)

Tenley befindet sich in einer Art Besserungsanstalt. Dort soll sie überredet werden, wie ihre Eltern, bei Myriad zu unterschreiben, um dort ihr Zweitleben zu verbringen. Als Mensch hat man die Wahl zwischen zwei verschiedenen Sphären. Myriad und Troika. Beide Sphären haben sehr unterschiedliche ansichtsweisen und bieten den Menschen unterschiedliche Dinge für ihr Zweitleben, nachdem sie auf der Erde gestorben sind. Wenn man sich nicht entscheidet ist man ein „Ungezeichneter“ und landet nach dem Tod an einem Ort names Viele Enden, der äußerst grausamen ist. Tenley ist aber noch nicht soweit sich zu entschieden und weigert sich daher mit allem was sie hat. Trotz Folter, trotz Qual. Sie will sich ihre Entscheidung nicht aufzwingen lassen.
Dann werden zwei Agenten auf sie angesetzt. Einer aus Troika und einer aus Myriad. Beide versuchen Tenley auf ihre Seite zu ziehen, um ihre Seele zu gewinnen. Denn angeblich soll sie etwas ganz besonderes sein. Sie könnte das Zünglein an der Waage sein in dem Krieg, der seit Ewigkeiten zwischen den beiden Sphären tobt.
Aber schließlich wird alles einfach noch komplizierter, als es nicht mehr nur um die Entscheidung ihres Zweitleben geht, sondern auch noch Gefühl ins Spiel kommen.

„Ten tears fall, and I call … nine hundred trees, but only one is for me.“

Die Geschichte an sich ist wirklich spannend. Die ganze Zeit ist irgendwas los und man wird in hohem Tempo von einer in die nächste Situation geworfen. Es passiert unglaublich viel und das macht eine Menge Spaß.
Auch die Idee hinter der Geschichte ist super. Die Idee mit dem Erstleben und Zweitleben und den beiden Sphären ist wirklich besonders und hat mich gefesselt. Auch wie unterschiedlich die Sphären sind, war sehr interessant zu lesen. Troika, wo alle gleich sind und eine Familie. Myriad, wo jeder das bekommt, was er vorher ausgehandelt hat und wo man an die Wiedergeburt von Seelen glaubt. Ich hätte gerne mehr soclhe doch sehr originellen Ideen in Büchern.
Aber dann war da dieses Dreickeck. Nicht unbedingt ein „Liebesdreickeck“, aber dennoch ein Dreickeck. Und ob da Liebe im Spiel ist oder nicht, so ein Hin und Her geht mir wirklich gegen den Strich. Das war auch hier der Fall. Das Dreickeck war auch ein super, super präsent. Troika, Myriad, Troika, Myriad, Troika Myriad. Ich war manchmal kurz davor das Buch an die Wand zu verwerfen. Ich werde einfach sehr schnell von so etwas genervt.
Also: zu Beginn war ich von der Geschichte und dem Tempo, dann kam DAS Dreickeck und ich war unendlich genervt, aber dann kam das Ende. Und dieses Ende ist wirklich verdammt gut und spannend und richtig untypisch für Jugendbücher. Sprich, das Ende hat mich sehr, sehr begeistert.
Es war für mich dementsprechend ein ziemliches auf und ab, mit sowohl positiven als auch negativen Aspekten.

„Was mich am meisten umtreibt ist die Frage, ob mein Schicksal vorgezeichnet ist oder ob ich es ändern kann. Mit anderen Worten … könnte ich alles noch schlimmer machen?“

Die Protagonistin Tenley, „Ten“, ist ein recht spezieller Charakter. Sie ist eine sehr untypische Protagonistin eines Jugendbuches. Sie ist sehr abgeklärt und distsanziert. Sie versucht immer möglich emotionslos zu erschienen. Sie ist taff. Sie ist ein Zahlen-Fanatiker. Das mochte ich. Aber dann sind da die Momente, in denen sie durch nur einen Blick auf einen Kerl zu einem hormonüberlandenen Etwas wird und gar nicht mehr klar kommt. Sie wirkt dann wie eine ganz andere Person und das hat mich unendlich genervt. Eigentlich ist sie sehr stark und dann bringt ein Typ sie dazu komplett zu vergessen wer sie ist. Das kann ich absolut nicht gutheißen. Deswegen haben ich ein eher gespaltenes Verhältnis zu ihr.
Dann gibt es da noch Archer und Killian. Ersterer war mein Liebling. Er ist witzig, schlagfertig, aber dennoch sehr gütig, schlau und loyal. Ich habe jede Szene mit ihm sehr genossen. Killian war nicht so mein Fall. Er ist sehr gutaussehend, weiß das und macht immer sehr anzügliche Anspielung. So etwas mag ich normalerweise, hier nicht. Irgendwie war es zu viel und unnatürlich. Aber in ihm steckt mehr als man denkt und das mochte ich dann doch.

„Man muss erst einen Löwen töten, bevor man einen Drachen erlegen kann.“

Der Schreibstil der Autorin ist sehr sachlich und nüchtern, geprägt von einigen wenigen emotionalen Momenten. Die Nüchternheit passt allerdings sehr zur Protagonistin. Nur war ich nicht unbedingt ein riesiger Fan davon.
Dazu kommt, dass das Buch gerade zu beginn sehr vulgär und sexuell ich. Nicht im Sinne von tatsächlich zu lesenden Handlung, eher im Sinne von Andeutungen. Später ist es dann ziemlich brutal. Das war für mich persönlich jetzt nicht so das Problem, allerdings ist es halt ein Jugendbuch (soweit ich weiß ab 14 Jahre) und ich weiß nicht ob diese Einstufung dann angebracht ist.

„Mag mich denn niemand nur, weil ich ich bin? Werde ich immer ein Pfand sein und kein Mensch, den man einfach so lieben kann?“

Am Ende kann ich nicht richtig sagen, dass mir das Buch gefallen hat. Ich kann aber auch nicht richtig sagen, dass es das nicht hat. Es hatte gute Moment und Momente, die ich nicht so toll fand. Aber dadruch, dass das Ende wirklich klasse war, bleibt ein guter Eindruck am Ende übrig.
Ich kann nicht sagen, ob ich dieses Buch weiterempfehlen würde. Das muss prinzipiell jeder für sich selbst entscheiden. Aber es ist immer mal ein Buch, dass auf einige Arten anders ist, als diese „typischen“ Bücher.

Meine Bewertung: 2.5/5 Sterne

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