Werbung -> An dieser Stelle vielen Dank an Bastei Lübbe für das zur Verfügung stellen dieses Rezensionsexemplars. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst!


-> Diese Rezension enthält Spoiler zu den anderen Teilen der Magisterium Reihe!

Titel: Magisterium – Die Silberne Maske
Autor: Holly Black und Cassandra Clare
Verlag: ONE (Bastei Lübbe)
Seitenzahl: 253
ISBN: 978-3-8466-0059-7                                -> hier findet ihr das Buch! 🙂

Aaron ist tot und Callum ist im Gefängnis der Magier. Er findet zwar, dass er nicht dort sein sollte, weil er der Feind des Todes ist, aber er glaubt wegen einer Mitschuld an Aarons dort verdient zu sein. Täglich muss er Verhöre über sich ergehen lassen und weiß nicht mehr, was den Magiern noch erzählen soll. An einem Tag ändert sich dann aber plötzlich alles, als zunächst Master Rufus ihn besuchen kommt, dann Jasper und schließlich ein Feuer in dem, eigentlich unverwüstbaren, Gefängnis ausbricht. Callum wird aus dem Gefängnis befreit, nur um dann noch tiefer in das ehemalige Leben des Feindes des Todes und dessen Taten verstrickt zu werden. Er soll Dinge tun, von denen er nicht weiß, ob sie richtig sind. Eines davon ist, dass er Aaron von den Toten zurückholen soll. Zudem weiß er nicht mehr, wem er trauen kann. Zusammen mit Tamara und Jasper versucht er sich einen Weg zu finden das Böse aufzuhalten, ohne dabei selbst das Böse zu werden.

„Ohne Aaron fühlte sich alles seltsam und falsch an. Aus dem Gleichgewicht. Ungewiss“

Die Geschichte setzt sechs Monate nach den Geschehnissen in Teil drei an. Call ist immer noch im dem Magiergefängis und alles läuft so vor sich hin. Bis es das auf einmal nicht mehr macht. Wie schon in den anderen Büchern der Reihe, geht auch hier wieder alles Schlag auf Schlag. Es wird sich nicht lange mit Geplänkel aufgehalten und die Story nimmt ihren Lauf. Callum ist im Gefängnis, dann ist er es nicht mehr und dann ist er wieder in Dinge verstrickt, in die er lieber nicht verstrickt wäre. Es ist eine schnelle, wilde Reise durch die Ereignisse, die richtig Spaß macht.
Zudem erfährt man, wie jeder der Hauptcharaktere mit Aarons Tod umgegangen ist und inwieweit das Ganze verarbeitet wurde. Auch wenn durch die Zeitspanne zwischen Teil drei und vier, die „direkte“ Trauerphase übersprungen wird. Dennoch vermissen alle Aaron schmerzlich und das wird immer wieder klar.
Dann wird in diesem Teil auch noch mehr auf die Vergangenheit des Feindes des Todes eingegangen, insbesondere auf dessen Arbeit und Fortschritte darin die Toten wiederzuerwecken. Constantines Handlungsweisen werden deutlich und das zeugt von den wahren Abgründen seines Charakters. Allerdings erfährt man in diesem Teil auch endlich mehr über dessen Bruder Jericho. Der immer wieder vergessene „Bruder von“. Das war ein willkommener Zusatz, weil es sonst eigentlich immer nur um Constantine ging.
Auch war es schön zu lesen, dass nach der Liebelei von Jasper und Celia, eine weitere kleine Liebesgeschichte in die Geschichte eingeflochten wurde. Über die ich an dieser Stelle natürlich nicht mehr erzählen werden 😉
Alles in allem war es in diesem Teil so, dass sich die Handlung immer mehr zuspitzt. Wege kreuzen sich, Geheimnisse werden gelüftet, Entdeckungen werden gemacht. Es wurde ein guter Weg für ein tolles Finale im nächsten Teil bereitet.

„Geben wir Call doch die Gelegenheit, herauszufinden, wer er ist […].“

Über die Charaktere lässt sich eigentlich nicht viel neues sagen. Callum ist immer noch Callum. Tamara ist immer noch Tamara. Jasper ist immer noch Jasper, wenn auch etwas netter.
In diesem Buch beginnt Callum langsam und sicher richtig zu akzeptieren, dass er nicht der Feind des Todes ist. Dinge, die er über Constantine Madden erfährt, machen ihm klar, dass dieser wirklich böse war und nicht nur aus einer Laune herausgehandelt hat. Cal beginnt zu merken, dass er niemals so werden  würde, egal wie viel „Kriegstreiberpunkte“ er sich für kleine Alltagsdinge gibt.
Bei Tamara habe ich immer das Gefühl, dass sie die einzige ist, die die meiste Zeit rational denkt. Das war auch hier der Fall. Sie hat meiner Meinung nach ein gutes Gefühl dafür, was richtig und was falsch ist. Und sie macht immer das, was sie für richtig hält. Auch wenn das vielleicht das ein oder andere Gefühl von jemandem verletzt.
Ein Charakter, über den man dann aber doch etwas mehr erfährt, ist Alex. Ich muss ja sagen, dass ich von Buch eins an ein komisches Gefühl bei ihm hatte, welches sich dann in Buch drei als richtig erwiesen hat. Es decken sich einige neue Charakterzüge in Alex‘ Wesen auf, die ihn nur noch weniger sympathisch machen. Wo er in den ersten drei Bücher als Musterschüler und jedermanns Liebling dargestellt wurde, wird das ganze nun ins komplette Gegenteil umgekehrt. Prinzipiell ist er nichts anderes als ein eifersüchtiger, zu ehrgeiziger, verdrehter junger Mann, der die ganze Sache viel zu ernst nimmt.
Natürlich gibt es auch sonst noch andere alte Bekannte, wie Master Josef oder Master Rufus und auch andere, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat.

„Es ist so weit, wir zeigen der Welt, wer wir sind und wie groß unsere Macht ist.“

Das ist das erste Buch der Reihe, dass ich gelesen habe, davor habe ich immer die Hörbücher gehört, deswegen war ich sehr gespannt darauf, wie es geschrieben ist. Einen Schreibstil hören und ihn selber lesen sind noch mal zwei verschiedene Dinge. Allerdings war es so, wie ich vermutet hatte. Der Schreibstil ist wirklich schlicht und leicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal so schnell mit einem Buch fertig war und ein großer Faktor war definitiv der Schreibstil. Er passt sehr gut zur Geschichte und zur Art und Weise wie Callum ist. Das hat mir wirklich zugesagt.

Wie auch schon die anderen Teile der Reihe, war es ein unterhaltsames Buch. Es war schön zu sehen, wie die Charaktere die vorherigen Ereignisse verarbeiten und wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Meiner Meinung ist es nicht ganz so gut, wie Teil drei, aber es hat den Weg geebnet für ein potentiell tolles Finale im nächsten Buch.
Die Reihe wächst mir mit jedem Buch weiter ans Herz und ich kann es jedem empfehlen, der eine tolle, unterhaltsame Fantasyreihe mit Magiern, und allem was dazu gehört, sucht!

Meine Bewertung: 3.5/5 Sterne

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