Titel: Ready Player One
Autor: Ernest Cline
Verlag: Broadway Books
Seitenzahl: 374

„In the year 2044, reality is an ugly place. The only time teenage Wade Watts really feels alive is when he’s jacked into the virtual utopia known as the OASIS. Wade’s devoted his life to studying the puzzles hidden within this world’s digital confines, puzzles that are based on their creator’s obsession with the pop culture of decades past and that promise massive power and fortune to whoever can unlock them. When Wade stumbles upon the first clue, he finds himself beset by players willing to kill to take this ultimate prize. The race is on, and if Wade’s going to survive, he’ll have to win—and confront the real world he’s always been so desperate to escape. „(Quelle: Goodreads)

Der Klappentext sagt ja schon worum es geht. Es geht um Wade, der jede freie Sekunde in seinem Leben darauf verwendet die Rätsel zu lösen, die der verstorbene OASIS Erfinder hinterlassen hat. Wer diese Rätsel löst, erbt das riesige Vermögen und erlangt Kontrolle über die OASIS. Wade mag nicht den besten Avatar haben und er hat schon gar kein Geld, aber er ist sehr hingebungsvoll und unendlich motiviert. Und genau deswegen löst er als Erster den ersten Hinweis. Danach kommt er langsam dahinter worum es bei dem Ganzen tatsächlich geht und was alles auf dem Spiel steht, wenn die falschen Leute, dieses Spiel gewinnen!
Man wird relativ sacht in die Geschichte eingeleitet und Wade erklärt dem Leser erst mal, worum es so geht. Er erklärt was die OASIS ist, was hinter dem Rätsel steckt und alles andere was man wissen muss. Danach geht es langsam los und man begleitet Wade auf seiner Reise durch die OASIS. Sobald das erste Rätsel enträtselt ist, beginnen die Ereignisse sich zu überschlagen. Drohungen werden ausgesprochen, Morde werden begangen und alles was in der virtuellen Welt passiert ist, wird auf einmal sehr real. Die Spannung steigert sich von Seite zu Seite, bis die Geschichte auf den unumgänglichen Höhepunkt zuläuft. Ich war während des Lesens zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Klar, ab und zu viel es mir ein wenig schwer mitzukommen, vor allem wenn es sehr technikbezogen war, aber das war nicht allzu schlimm.
Das World Building in diesem Buch ist schlich und einfach fantastisch! Sowohl das der „reellen“ Welt also auch das der OASIS. Wobei insbesondere letzteres unglaublich detailliert und gelungen ist. Die OASIS ist sehr besonders und einzigartig und der Autor hat es geschafft genau das unglaublich gut zu verpacken. Ich war einfach nur begeistert von der erschaffenen Welt!

“Being human totally sucks most of the time. Videogames are the only thing that make life bearable.”

Der Protagonist Wade ist ganz genau so, wie man sich den typischen „Computer-Nerd“ vorstellt (Ich meine das in keiner Weise böse oder abwertend!). Es ist ein Junge, der wie viele andere, nur in der virtuellen Welt lebt. Er hat eigentlich keine sozialen Kontakte, hat Akne und ist etwas dicklich. Nur in der OASIS fühlt er sich wohl, da er dort so sein kann, wie er will. In der OASIS blüht er aber total auf und ist dort so, wie er in der reellen Welt einfach nicht sein kann.
Wade ist ein fantastisch aufgearbeiteter Charakter. Im Laufe des Buches erkennt man immer mehr Facetten seiner Persönlichkeit. Obwohl er zunächst sehr unsozial wirkt, lernt man später, dass er durchaus Freunde hat und diese auch sehr wertschätzt. Er ist sehr intelligent und wirklich engagiert, wenn er möchte. Wenn man zu Beginn denkt, dass man ihn sofort durchschaut hat, stellt man fest, dass er eigentlich ein sehr komplexer Charakter ist.
Für mich war Wade der perfekte Protagonist für dieses Buch und hat auch sehr dazu beigetragen, aus diesem Buch etwas besonderes zu machen.
Auch die anderen Charaktere sind sehr gut gestaltet. Besonders Art3mis und Aech haben es mir angetan, weil auch diese beiden auf ihre eigenen Weisen ganz besonders sind und dann doch überrascht haben!

“You’d be amazed how much research you can get done when you have no life whatsoever.”

Der Schreibstil dieses Buches ist dem Thema entsprechend sehr „Gamer-mäßig“ und mit Verweisen auf die 80er Jahre voll gepumpt. Obwohl ich mit beidem nicht extrem vertraut bin, fand ich es klasse! Das Buch ist fachtechnisch, aber trotzdem einfach geschrieben und selbst Computer-Laien, wie ich, kommen mit der Terminologie klar.
Zudem ist der Buch auch sehr „jung“. Die Charaktere reden angemessen miteinander und benutzten Slang und Abkürzungen. Alles in allem passt die Sprache sehr gut zum Thema und es hat wirklich Spaß gemacht das Buch zu lesen!
Ein kleiner Punkt, der mich schon gestört hat, für den der Autor aber nichts kann, ist die Schriftgröße dieser Ausgabe. Das Buch ist soooo winzig geschrieben. Am Ende kam es mir doppelt so lange vor, wie es war und ich habe auch viel länger gebraucht, als ich für ein Buch dieser Länge eigentlich brauchen würde.

“No one in the world gets what they want and that is beautiful.”

Auch wenn ich kein Gamer bin oder sonst auch nicht viel Ahnung von Videospielen habe, finde ich dieses Buch einfach nur gelungen! Nach kurzer Zeit habe ich mich in die „Computersprache“ reingefuchst und war einfach nur unglaublich fasziniert von der Welt und allem drum und dran. Das Buch ist definitiv eines der Besten, die ich bisher gelesen habe. Absolut empfehlenswert!

Meine Bewertung: 5/5 Sterne

3 Replies to “Review: Ready Player One von Ernest Cline”

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