Werbung -> An dieser Stelle Danke an das Bloggerportal und Heyne für das zur Verfügung stellen dieses Rezensionsexemplars. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst!


Titel: Renegades – Gefährlicher Freund
Autor: Marissa Meyer
Verlag: Heyne fliegt
Seitenzahl: 635
Preis: 20,00€
ISBN: 978-3-453-27178-4                                   -> hier findet ihr das Buch! 🙂

„Sie sind eine Vereinigung speziell begabter Menschen. Nach einem Jahrzehnt der Gewalt und Anarchie haben sie in Gatlon City für Recht und Ordnung gesorgt: die Renegades. Seither gelten sie als Helden, zu denen alle aufsehen.

Alle außer den Anarchisten, die von den Renegades vertrieben wurden und die nun im Untergrund der Stadt auf Rache sinnen. Die 17-jährige Nova ist eine von ihnen. Sie hat ihre Familie auf schreckliche Weise verloren und allen Grund, die Renegades zu hassen. Aufgrund ihrer besonderen und geheimen Gabe soll sie sich bei den Renegades einschleichen – um sie dann von innen heraus zu zerstören. Alles verläuft nach Plan, bis sie sich ausgerechnet in den jungen Kommandanten Adrian verliebt – und er sich in sie. Eine Liebe, die nicht sein darf in Zeiten, wo sich Renegades und Anarchisten zum großen Kampf rüsten …“

Nova lebt in Galton City und in dieser Stadt sorgen die Renegades für Recht und Ordnung. Renegades sind Helden, mit besonderen Kräften, die sich in einer Zeit hervorgetan haben, in der nichts als Chaos herrschte. Die meisten mögen oder verehren die Renegades, aber nicht Nora. Sie hasst sie, denn ihnen gibt sie die Schuld am schrecklichen Schicksal ihrer Familie. Nora gehört zu den Anarchisten. Deren oberstes Ziel ist die Vernichtung der Renegades. Allerdings sind die Anarchisten entscheidend im Nachteil. Sie sind zu wenige und haben kaum Ressourcen.
Nova soll sich bei den Renegades einschleichen und von innen heraus Informationen sammeln. Hereinkommen ist leichter als gedacht, aber dann tun sich doch eine Schwierigkeiten auf . Allen voran, dass die Renegades hinter den Superheldennamen und Kostümen alle ganze normale Personen sind. Gerade Adrian hat es ihr angetan, obwohl sie vor allem ihm nicht nahe kommen sollte.
Nova beginnt zeitweise ihr Ziel aus den Augen zu verlieren und auch innerhalb der Anarchisten und der Renegades kommt es zu Meinungsverschiedenheiten. Allerdings bleibt eins für Nova jedoch klar, eine Welt ohne Renegades ist eine bessere Welt.

„Durch die Jahrhunderte wurden Wunderkinder vom Rest der Welt gefürchtet. Gejagt. Gefoltert- Gehasst und unterdrückt. […] Ihre Angst war berechtigt. Jahrhunderte lang.“

Die Geschichte geht direkt im einem Knall los und als Leser sitzt man erst mal da und denkt sich „Moment, was?“. Aber das hat mich schon mal direkt begeistert. So mag ich meine Bücher, erstmal stark loslegen. Das hält sich meiner Meinung nach auch das ganze Buch über. Der Spannungsbogen bleibt konstant hoch und man gerät von einer Situation in die nächste. Nicht alles ist immer actionreich, obwohl das meist der Fall ist. Manchmal sind es auch einfach nur interessante oder emotionalere Passagagen. Aber solche brauch man definitiv auch, damit eine Geschichte nicht flach wirkt.
Nach dem Knall am Anfang wird man parallel zur Storyline gut in die Welt eingeführt. Man bekommt situationsangepasst immer mehr Informationen zur Welt, zur Geschichte dieser Welt und zu den Charakteren. Als Leser setzt sich das Puzzle Stück für Stück immer weiter zusammen und die Geschichte war für mich meist nicht so leicht durchschaubar. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich das ein oder andere dann doch habe kommen sehen.
Für mich persönlich war aber definitiv die Thematik an sich das Highlight. Das Superheldenthema und wie dieses umgesetzt wurde, konnte mich durchweg begeistern. Das Buch hat sich wirklich gelesen wie ein ausformulierter Comic. Die Namen, die Kostüme und die Fähigkeiten fand ich super interessant und richtig gut umgesetzt. Gerne mehr davon!

„Tapfer kann nur sein, wer die Angst kennt.“

Die Charaktere sind auch sehr gelungen. Nova ist nicht die typische Heldin, weil sie für die Allgemeinheit nämlich überhaupt keine Heldin ist, sondern eigentlich zu den „Bösen“ gehört. Sie hat auch kein Interesse daran eine Heldin zu sein, sondern will zunächst mal ihre persönliche Rache und ist dann im zweiten Schritt daran interessiert, die Menschen von den Renegades zu „befreien“. Trotzdem ist sie in meinen Augen eine super sympathische Protagonistin, weil man so viel Einblick in ihre Vergangenheit und Gedankenwelt bekommt und deswegen einfach komplett nachvollziehen kann, warum sie die Renegades hasst und warum sie so handelt.
Auch andere der Anarchisten, also der Bösen, sind nicht so umsypathisch, wie man denkt. Natürlich machen sie irgendwie böse Sachen, aber ich mag es halt immer sehr, wenn mehr dahinter steckt, als man vermutet.
Zunächst hätte man denken können, dass alle Renegades aus Sicht von Nova erst mal arrogant, hinterhältig und unausstehlich sind. Aber natürlich ist dem nicht so und das merkt auch Nova schnell. Es gibt völlig unterschiedliche Charaktere dort, von denen einige tasächlich arrogant und unausstehlich sind, aber andere wirklich liebenswert. Gerade Novas Team bei den Renegades ist wirklich herzlich und witzig. Daran sieht man eindeutig mal wieder, dass es nicht nur schwarz und weiß gibt.

„Solange Anarchie ein Synonym für Chaos und Verzweiflung ist, wird man die Anarchisten immer für Schurken halten.“

Marissa Meyers Schreibstil mag ich seit den „Lunar Chroniken“ sowieso schon sehr, das hat sich jetzt auch nicht geändert. Es ist präzise und auf den Punkt, aber nicht plump. Gerade hier sind die Beschreibungen zu den „Superhelden Dingen“ wirklich gut gelungen und als Leser konnte man sich alles gut vorstellen. Auch an dieser Stelle noch mal Hut ab für die Vorstellungskraft der Autorin, was die einzelnen Helden und ihre Fähigkeiten angeht!

„Renegades – Gefährlicher Feind“ ist ein sehr gelungenes Superheldenbuch, was einem definitiv dieses besondere Comicfeeling vermittelt und einem aufzeigt, dass Schurken nicht immer Schurken und Helden nicht immer Helden sind. Die Story ist spannend und komplexer als man denkt und die Charakter sind gut ausgestaltet. Als Superhelden-Fan wird man hier nicht enttäuscht!

Meine Bewertung: 4.5 von 5 Sternen

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