Titel: The Cruel Prince
Autor: Holly Black
Verlag: Hot Key Books
Seitenzahl: 370

„Of course I want to be like them. They’re beautiful as blades forged in some divine fire. They will live forever.
And Cardan is even more beautiful than the rest. I hate him more than all the others. I hate him so much that sometimes when I look at him, I can hardly breathe.

Jude was seven years old when her parents were murdered and she and her two sisters were stolen away to live in the treacherous High Court of Faerie. Ten years later, Jude wants nothing more than to belong there, despite her mortality. But many of the fey despise humans. Especially Prince Cardan, the youngest and wickedest son of the High King.
To win a place at the Court, she must defy him–and face the consequences.
In doing so, she becomes embroiled in palace intrigues and deceptions, discovering her own capacity for bloodshed. But as civil war threatens to drown the Courts of Faerie in violence, Jude will need to risk her life in a dangerous alliance to save her sisters, and Faerie itself.“

The Cruel Prince war mal wieder einer meiner Buddy Reads. Das Buch habe ich zusammen mit Jenny gelesen. Ich werde ihre Rezi auch noch unter meiner verlinken 🙂

„Even if, by some miracle, I could be better than them, I will never be one of them.“

Dieses Buch ist vom Setting, von der Atmospähre her anderes, als die meisten anderen Bücher. Schon direkt zu Beginn merkt man, dass sich das Buch düsterer und brutaler anfühlt. Daher war ich am Anfang schon direkt positiv überrascht. Die Atmosphäre zieht sich durch das ganze Buch und wird gegen Ende sogar noch mal verstärkt.
Die Geschichte an sich beginnt direkt unglaublich spannend und auch recht brutal mit dem Mord an Judes Eltern. Und was soll ich sagen So bliebt das dann auch.  Man hat nur sehr wenig ruhe, da wirklich viel passiert. Man begleitet Jude durch ihre Alltage, kämpft mir ihr und fühlt mit ihr. Aber trotz all dem, trotz das man so in Judes Leben involviert ist und sie durchgehend begleitet, ist die Geschichte nicht offensichtlich. Das war eines dieser Bücher, dass mich immer wieder überrascht und gepackt hat. Gerade gegen Ende konnte ich immer wieder nicht fassen, was da gerade passiert ist. Also wenn Holly Black eines kann, dann sind es Plot Twist. Holy Guacamole!!
Ein negativer Punkt, den ich definitiv ansprechen muss ist, dass einige Dinge sehr willkürlich passieren bzw, die Gedankengänge, wie bestimmte Sachen erschlossen wurden, einfach nicht nachvollziehbar sind. Das mag den ein oder anderen nicht stören, aber mich nervt so etwas immer. Es fühlt sich dann so an, als hätte der Autor keine Lust gehabt, noch ein paar Seiten mehr zu schreiben, um Geschehnisse schlüssig zu erklären.
Was mir allerdings dafür umso mehr gefallen hat, ist wie das Thema „Faeries“ hier behandelt wurde. Sie sind nicht die tollen, glänzenden Fabelwesen. Sie sind brutal, sie sind furchterregend und die meisten hassen Menschen. Ich liebe auch, wie Faerie Klischees hier eingearbeitet wurden. Sie können nicht lügen, sie können Menschen befehligen, Menschen sollte nicht essen und trinken und all so etwas. Ich mag es immer, wenn solchen Dingen treu geblieben wird, sonst werden Sachen oft verzerrt (ich sag nur glitzernde Vampire). Das ist hier aber wirklich toll gemacht!

„I’ve seen many impossible tings. […] But never have I seen such as this: A dead woman living. A child brn from nothing.“

Zu den Charakteren habe ich ein etwas ambivalentes Verhältnis. Sie haben mir im Großen und Ganzen gut gefallen, es sind aber keine die ich jetzt richtig ins Herz geschlossen habe.
Zum einen zu nennen wäre da natürlich die Protagonistin Jude. Ich mochte sehr, wie ihre Gefühlswelt dargestellt wurde. Zum einen hasst sie die Faerie Welt, zum anderen liebt sie sie. Zum einen hasst sie Madoc, weil er ihre Eltern ermordert hat, aber zum anderen liebt sie ihn, weil er der einzige Vater ist, den ich kennt seitdem sie klein ist. Man spürt richtig ihre Zerissenheit und ihre Unsicherheiten. Dann gibt es aber noch diese andere Seite an ihr. Sie hat die Schnauze voll, weil sie sich nicht mehr wie Dreck behandeln lassen will von den Faeries. Sie schlägt zurück, sie macht den Mund auf und wehrt sich. Man kann eine richtige Entwicklung bei ihr erkennen. Allerdings gibt es so den ein oder anderen Moment, an dem ich ihr Verhalten nicht so ganz nachvollziehen konnte. Dann wirkt sie etwas irrational und hat komische brutale Ausbrüche. Das ist aber das einzige, das mit etwas irritiert hat. Sonst ist sie eigentlich eine recht tolle Protagonistion.
Zum anderen gibt es dann auch noch ihre Zwillingsschwester Taryn. Sie ist das komplette Gegenteil von Jude. Sie kuscht vor den anderen, ist höflich und will bloß keinen Ärger. Sie will durch Heirat in die Gemeinschaft der Faeries aufgenommen werden, wohingegen Jude sich ihren Platz erkämpfen will. Sie bilden einen guten Kontrast zu einander. Wobei mir Taryn mit ihrem Verhalten öfter mal auf die Nerven gegagen ist.
Der letzte Charakter, auf den ich eingehen will, ist Prince Cardan. Das ist auch zugleich der Charakter, mit dem ich mir am schwersten getan habe. Er ist quasi alles schlecht der Faeries. Er denkt, dass er besser ist als alle anderen, ist brutal und unfassbar arrogant. Auch wenn ich durch spätere Erklärungen einiges besser nachvollziehen konnte, ist das defintiv keine Entschuldigung für so ein Verhalten. Ich bin einfach nicht ganz mit ihm warm geworden. Irgendwie war er mir zu undurchsichtig und zu „übel“.

„What they don’t realize is this: Yes, they frighten me, but I have always been scared, since the day I got here.“

Den Schreibstil fand ich an sich, ganz gut. Die Art und Weise, wie alles beschreiben und erklärt wurde, und wie die Charaktere geredet haben, hat recht gut zu diesem etwas märchenhafteren Ambiente gepasst. Allerdings fand ich auch, dass es sich streckenweise durch den Schreibstil nicht unbedingt wie ein Fantasybuch gelesen hat. Ich kann es gar nicht richtig beschreiben. Es war zwischendurch vom Geschriebenen her eher so, als hätte man eine Liebesgeschichte gelesen.

„I knew what he was […]. If I let myself forget, then more fool me.“

Mein Fazit fällt im Allgemeinen eigentlich sehr gut aus. Die Geschichte war unglaublich spannend, düster und überraschend. Das Setting war besonders und die Charaktere waren auch in Ordnung. Aber es gibt hier und da einen kleinen Minuspunkt für, weswegen ich auf keinen Fall die höchste Bewertung geben kann.
Ich würde das Buch aber definitiv jedem weiterempfehlen, der gute Fantasy und vor allem Faeries mag. Das Buch war ans sich recht besonders und macht wirklich Spaß!

Meine Bewertung: 4/5 Sterne

0 Replies to “Review: The Cruel Prince von Holly Black”

  1. Huhu Herzi,

    ein wirklich tolle Rezension.
    Es hat so so viel Spaß gemacht, Faerie gemeinsam mit dir zu entdecken <3
    Der Austausch mit dir ist einfach immer mega toll :)))))
    Schade, dass wir jetzt soo ewig lange auf die Fortsetzung warten müssen…..

    Drück dich <3

    1. Hallo :*

      Danke dir! Ich mag unsere Buddy Reads so sehr <3 Der nächste kann kommen! 🙂

      Jaa, dass mit der Fortsetzung ist echt schade… Aber die Zeit bekommen wir schon rum 🙂

      Liebste Grüße <3

      1. Hello <3

        Es ist einfach zu genial hihi
        Ich lese so gern mit dir zusammen 🙂

        Ich denke auch, es gibt ja zum Glück noch viele andere tolle Geschichten die gelesen werden möchten 😉

        Herzige Grüße Jenny <3

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