Titel: The Lost Hero
Autor: Rick Riordan
Verlag: Puffin Books
Seitenzahl: 551

„When Jason, Piper and Leo crash land at Camp Half-Blood, they have no idea what to expect. Apparently this is the only safe place for children of the Greek Gods – despite the monsters roaming the woods and demigods practising archery with flaming arrows and explosives. But rumours of a terrible curse – and a missing hero – are flying around camp. It seems Jason, Piper and Leo are the chosen ones to embark on a terrifying new quest, which they must complete by the winter solstice. In just four days time. Can the trio succeed on this deadly mission – and what must they sacrifice in order to survive?“ (Quelle: Goodreads)

Die Geschichte beginnt mit einem Ausflug einer Klasse der Wilderness School. Jason findet sich in dem Bus wieder, hat aber keinerlei Erinnerungen daran, wie er dorthin gekommen ist oder wer er ist. Mit ihm im Bus sind seiner angebliche Freundin Piper und sein angeblich bester Freund Leo. An beide kann er sich auch nicht erinnern. Dann geht plötzlich alles drunter und drüber und sie finden sich im Camp Half-Blood wieder. Denn genau das sind sie alle drei: Halbblüter. Kinder von Menschen und Göttern.
Allerdings ist das Camp zur Zeit in Aufruhr. Einer der Camper ist verschwunden, die Götter haben sich im Olymp eingeschlossen und ein mysteriöser Fluch sucht einige Götterkinder heim. Als wäre das nicht schon alles aufregend genug, sieht es müssen die drei auch noch eine prophezeite Aufgabe erfüllen, von der das Schicksal der Welt abhängt. Und dafür haben sie gerade mal eine Handvoll Tage. Bald stellt sich heraus, dass es um noch viel mehr geht als gedacht und die Freundschaft der Drei wird auf die Probe gestellt.

“Love is powerful. It can bring the gods to their knees.”

Wie ihr seht, beginnt die Story schon recht rasant. Das kannte ich aber schon aus den Percy Jackson Büchern. Rick Riordan verschwendet keine Zeit und labbert nicht lange rum, sondern er legt direkt los. Das macht beim lesen richtig Spaß! Man kämpf gegen Monster, reitet mechanische Drachen und unterhält sich mit Göttern. Es wird einfach nicht langweilig. Dazu kommen dann auch immer mal wieder unvorhergesehene Plot Twist, die die Geschichte in andere Bahnen lenken.
Ein besonderer Punkt dieses Buch ist die Vermischung von griechischer und römischer Mythologie. In Percy Jackson gibt es nur die griechische Mythologie. Dort ist dann die Rede von Zeus, Hera und Poseidon. Doch in diesem Buch wird das Ganze mit der römischen Mythologie zusammengeworfen. Dann heißen die selben drei Götter plötzlich Jupiter, Juno und Neptun. Kurz war ich davon verwirrt, aber je mehr man liest, umso mehr macht das alles Sinn. Ich war fasziniert von den Unterschieden der beiden Mythologien, vor allem da ich eigentlich dachte, dass es sich bei beiden quasi um das selbe handelt, nur halt mit anderen Namen. Aber da Rick Riordan immer sehr korrekt ist, was die Mythologie angeht, habe ich gemerkt, dass mehr dahinter steckt, als nur unterschiedliche Namen. Man kann so viel lernen, wenn man seine Bücher liest. Das ist etwas, dass mir wirklich gut gefällt!

“You must forge your own path for it to mean anything.”

Was ich an Charakteren von Rick Riordan immer so mag, ist, dass hinter ihnen immer mehr steckt als vermutet. Man lernt sie auf eine bestimmte Weise kennen und mit der Zeit deckt man noch ganz andere Seiten an ihnen auf.
So ist zum Beispiel Jason zunächst sehr verunsichert. Er kann mit sich und der Situation nicht richtig umgehen. Er fühlt sich einfach Fehl am Platz. Mit der Zeit wird er aber immer sicherer und wächst in seine Rolle hinein. Er ist ein richtiger Anführer.
Piper ist eine Unruhestifterin. Ganz einfach weil sie es kann und weil sie nur so die Aufmerksamkeit ihres berühmten Vaters bekommen kann. Allerdings herrscht in ihr ein großer Konflikt, der sie zu zerreißen droht. Sie muss lernen anderen zu vertrauen, vor allem ihren Freunden.
Leo ist derjenigen der Drei, der mir persönlich am besten gefallen hat. Er ist ein Witzbold und Draufgänger, der immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Allerdings steckt unter der härteren Schale ein weicher Kern. Das merkt man immer dann, wenn es um seine Vergangenheit geht. Er hat in seinen jungen Jahren schon viel Leid erfahren hat. Und man merkt es auch im Umgang mit dem Bronzedrachen, den er repariert hat. Leo hat ein sehr großes Herz und am liebsten hätte ich ihn die ganze Zeit in die Arme genommen und fest gedrückt.
Zudem hat mich besonders gefreut, dass auch einige der altbekannten Charaktere aus den Percy Jackson Bücher auftauchen und die Geschichte miteinander verknüpft sind. Das war ein schönes kleines extra!

“Yeah, well. I don’t try to be awesome. It just comes natural.”

Der Schreibstil von Rick Riordan ist, wie schon in den Percy Jackson Büchern, wirklich toll. Seine Büchern lesen sich einfach richtig gut und machen wirklich Spaß. Immer wieder gibt es Stellen, an denen man schmunzeln oder lachen muss. Auch werden die Mythologie Aspekte wieder toll beschreiben, sodass man alles versteht, auch wenn man nicht unbedingt viel Ahnung davon haben sollte.
Eine Sache, die ich aber Schade finde, ist, dass das Buch in der dritten Person geschrieben ist. Es wird zwar zwischen den Schichtweisen von Jason, Piper und Leo gewechselt, aber leider ohne Ich-Erzähler. Genau diesen fand ich aber in den Percy Jackson Bücher klasse und so konnte der Charm und Witz der Bücher noch besser an den Leser gebracht werden. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

“Maybe people with special gifts show up when bad things are happening because that’s when they’re needed most.”

Wie schon die Percy Jackson Bücher, konnte mich der erste Teil der „Heroes of Olympus“ Reihe überzeugen. Die Geschichte ist spannend und mit viel Witz erzählt. Die Charaktere sind einfach nur toll und mir sofort ans Herz gewachsen. Alles in allem ist es ein richtig gelungener Auftakt einer Reihe! Ich kann Teil zwei kaum abwarten 🙂

Meine Bewertung: 4/5 Sterne

 

4 Replies to “Review: The Lost Hero von Rick Riordan”

  1. Die Nachfolge Serie mit Apollo ist wieder in der Ich-Perspektive 🙂
    aber das hat mich auch etwas gestört.
    Und ich freu mich auch immer, wenn alte Bekannte wieder kommen bzw wenn es Cross Over der Serien gibt 🙂

    1. Ahh sehr schön! Ich mag die Ich-Perspektive von Riordan so gerne 🙂

      Ist immer schön alte, geliebt Charaktere wieder zu sehen! Ich beginne heute mit Band 2 und freue mich schon sehr auf Percy 🙂

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