Werbung -> An dieser Stellen vielen Dank an das Bloggerportal und cbj für das Bereitstellen dieses Buches. Ich habe mich sehr gefreut, es hat meine Meinung aber in keiner Weise beeinflusst.


Titel: Timeless – Retter der verlorenen Zeit
Autor: Armand Baltazar
Verlag: cbj
Seitenzahl: 617
ISBN: 978-3-570-17447-0                     -> hier findet ihr das Buch 🙂

„Die zwei wichtigsten Tage in deinem Leben sind der, an dem du geboren wirst, und der, an dem du erkennst, warum.“

Nach der Zeitkollision kollabierten Zeit und Raum und schufen eine neue Erde auf der mehrere Zeitalter koexistieren. Überall auf der Welt findet sich ein buntes Zusammenleben von Menschen aus den verschiedensten Kulturen und Epochen. Diego Ribera ist eines der Kinder, die in dieser neuen Welt geboren wurden. Er kennt nichts anderes und kann daher nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die sich die alte Welt zurückwünschen. Genau von solchen Leuten wird Diegos Vater entführt. Er soll die Zeitkollision rückgängig machen. Das würde aber auch bedeuten, dass die letzten 15 Jahre rückgängig gemacht werden. Diego ist voller Sorge um seinen Vater und macht sich mit Freunden auf den gefährlichen Weg ihn zu retten, und somit auch die Zukunft der ganzen Welt zu sichern!

„In den Straßen wimmelte es von Leuten und Fahrzeugen der unterschiedlichsten Baujahre. Das war das Einzigartige an New Chicago.“

Sowohl der Klappentext, als auch die Tatsache, dass viele Illustrationen in dem Buch sind, haben mich sehr neugierig gemacht und da konnte ich gar nicht anders, als mein Glück damit zu versuchen.
Fangen wir mal mit der Geschichte an. Die Idee finde ich einfach total klasse. Verschiedene Zeitlinien, die gleichzeitig existieren sind verdammt cool. Dinosaurier coexistieren mit riesigen Robotern. Menschen aus verschiedenen Epochen, die zusammen leben müssen und ihre Technologien verbinden müssen um zu überleben. Eingeteilt sind die Menschen in Dampfzeitler, Mittelzeitler und Ältestens. Die Gruppen repräsentieren die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das bringt von Natur aus schon Probleme mit sich, auf die man im Buch auch immer wieder stößt. Aber dennoch ist der Mix der verschiedenen Zeitalter einfach nur faszinierend. Das World Building ist einfach nur gelungen.
Die Geschichte entwickelt sich anfangs in einem guten Tempo. Allerdings hält das nicht lange an. Schnell fängt die Geschichte an sich stellenweise etwas zu ziehen. Trotz der vielen Illustrationen sind mehr als 600 Seiten sind meiner Meinung nach einfach zu viel. Die Story hätte man besser auf 300, vielleicht 400, Seiten erzählen können.
Auch hatte ich ein Problem mit den teilweise sehr technischen Erklärungen. Da hatte ich irgendwie nicht mit gerechnet und das hab mich manchmal etwas aus dem Konzept gebracht. Hier ein Beispiel: „Mein Dad könnte das besser erklären […] aber im Prinzip wir ein Queckssilberbeschleuniger verwendet, um ein kleines Antigravitationsfeld zu erzeugen, und dies Gerät erzeugt Hochdruckdampf für die Schubvektordüsen.“ Für den ein oder anderen mag sich so etwas erschließen, aber ich war einfach nur verwirrt. Als ich so ähnliche Stellen gelesen habe, habe ich mich gefragt, ob die Altersempfehlung gut ist. Das Buch ist für Kinder ab 12. Ich bin aber sehr sicher, dass ich so etwas mit 12 garantiert nicht verstanden hätte.
Was aber ein totales Highlicht ist, sind die tollen Illustrationen im Buch. Auf sehr vielen Seiten findet man sie und sie sind wirklich ein Hingucker. Mit den Illustrationen habe ich mich dann auch die meiste Zeit beschäftigt. Alleine deswegen hat sich für mich das Buch schon gelohnt.

„Bedenke, dass das Schicksal aller vom Verhalten jedes Einzelnen abhängt.“

Die Charaktere haben mir auch sehr gefallen. Der Hauptcharakter Diego Ribera wird zu Beginn des Buches dreizehn Jahre und ist ein begeisterter Junge. Er ist fasziniert vom Fliegen und hat ein Talent dafür Sachen zu reparieren und zusammen zu bauen. Zudem ist er mutig und sorgt sich unglaublich um seinen Vater.
Zusammen mit seinem besten Freund Petey und den beiden Mädchen Lucy und Paige begibt er sich auf die gefährliche Suche nach seinem Vater. Alle vier haben völlig unterschiedliche Persönlichkeiten und Fähigkeiten, die sich sehr gut ergänzen, auch wenn sie dadurch manchmal aneinander geraten. Zudem stammen sie aus unterschiedlichen Epochen und man bekommt einige Einblicke in die verschiedenen Gesellschaftsstrukturen der verschiedenen Zeiten.
Alles in allem gibt es einen gut gelungenen, bunten Mix an Charakteren.

Generell gesagt, ist der Schreibstil des Autors recht einfach. Das Buch ist für Jugendliche ab 12 Jahre und dementsprechend sollte er auch recht einfach sein. Aber an der Stelle muss ich wieder auf die technischen Passagen zurückkommen. Für mich haben diese beim Lesen sehr gestört und haben mich ziemlich aus meinem Lesefluss gerissen. Aber das ist natürlich nur persönliches empfinden.

„Was entstanden ist, bleibt.
Wir kämpfen zusammen und füreinander bis zum Ende.
Bis zum allerletzten.“

Abschließend lässt sich sagen, dass mir das Buch an sich gut gefallen hat. Die Geschichte und die Charaktere waren gut und die Illustrationen waren das Highlight des Buches. Allerdings sind meiner Meinung nach 600 Seiten definitiv zu viel und der technische Aspekt hat mich gestört. Auch bin ich mir nicht ganz sicher, ob 12 das richtige Alter ist das Buch zu lesen.
Es fällt mir recht schwer zu sagen, ob ich das Buch empfehlen würde oder nicht. Die Illustrationen sind definitiv sehenswert, aber nur deswegen kauft man ja kein Buch. Ich kann mir aber vorstellen, dass einem das Buch gut gefällt, wenn man die Steampunk-Richtung mag!

Meine Bewertung: 3/5 Sternen

0 Replies to “Review: Timeless – Retter der Verlorenen Zeit von Armand Baltazar”

  1. Mir ging es ähnlich. Ich fand die Illustrationen total schön, aber die Geschichte hätte mehr ausgefeilt werden können. Trotzdem zolle ich dem Autor meinen Respekt, dass er 3 Jahre an diesem Buch gearbeitet hat 🙂

    Liebste Grüße ☺

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