Titel: To Kill a Kingdom
Autor: Alexandra Christo
Verlag: Hot Key Books
Seitenzahl: 358

„Princess Lira is siren royalty and the most lethal of them all. With the hearts of seventeen princes in her collection, she is revered across the sea. Until a twist of fate forces her to kill one of her own. To punish her daughter, the Sea Queen transforms Lira into the one thing they loathe most—a human. Robbed of her song, Lira has until the winter solstice to deliver Prince Elian’s heart to the Sea Queen or remain a human forever.

The ocean is the only place Prince Elian calls home, even though he is heir to the most powerful kingdom in the world. Hunting sirens is more than an unsavory hobby—it’s his calling. When he rescues a drowning woman in the ocean, she’s more than what she appears. She promises to help him find the key to destroying all of sirenkind for good—But can he trust her? And just how many deals will Elian have to barter to eliminate mankind’s greatest enemy?“ (Quelle: Goodreads)

Lira ist die, die sie „Princes‘ Bane“ nennen. Jedes Jahr holt sie sich das Herz eines Prinzen und jedes Jahr wird sie mehr gefürchtet. Aber dann bricht sie die Regel und wird von ihrer eigenen Mutter verstoßen und verflucht. Ihre Kraft wird ihr genommen und sie ist schließlich nur noch ein Mensch. Sie muss beweisen, dass sie selbst als Mensch gefürchtet werden muss. Sie muss sich als Mensch das Herz eines Prinzen holen, wenn sie auf Vergebung hoffen will.
Elian hat es sich zur Aufgabe gemacht Sirenen zu jagen. Vor allem will er die einen zur Strecke bringen, die sich jedes Jahr einen Prinzen holt. Er setzt alles daran sie zu finden. Bis er von ihr gefunden wird und nur knapp überlebt. Und dann fischt er auch noch ein Mädchen aus dem Wasser, dass so einiges durcheinander bringt.
Beide verfolgen ihre eigenen Ziele, aber was wird schließlich passieren? Wer wird das bekommen, nach dem er sich sehnt?

„But a princess must have her prince.“

Dieses Buch ist eines dieser, die ich unbedingt lesen wollte. Seitdem ich wusste, dass es sich hierbei um eine Art „dunkles“ Retelling des Märchens „Die kleine Meerjungfrau“ handelt, war ich wirklich neugierig. Ich mag Retelling sehr sehr gerne, aber so ein verdrehtes habe ich dann doch noch nicht gelesen.
Und was kann ich sagen, das Buch hat mich definitiv überzeugt. Die kleine Meerjungfrau kennt man als liebe Tochter, die nie etwas böses macht und einfach sehr neugierig gegenüber der Menschenwelt ist. Und hier hat man eine blutrünstige Sirene, die Prinzen ihre Herzen aus der Brust reißt und erst mal nur Verachtung für die Menschen übrig hat. Ich war von Seite eins an begeistert.
Das Buch an sich ist sehr düster, angsteinflößend und teilweise schon relativ brutal, wobei sich alles noch irgendwie in einem Rahmen bewegt. Nichtsdestotrotz ist das eine angenehme Abwechslung zu den üblichen Atmosphären in solchen Jugendbüchern.
Die Geschichte an sich hat ein gutes Tempo und ist wirklich spannend verfasst. Man wird gut in die Geschichte eingeführt und später geht dann alles Schlag auf Schlag. Ich war total gefesselt und habe das Buch einfach nur verschlungen.
Auch ist die Welt super interessant. Es gibt die verschiedensten Länder, die auf ihre Weisen besonders sind und alle ihre Gefahren bergen. Man bekommt auf der Reise durch das Buch auch einiges von der Welt mit. Das ist das gute an einem „Piratenbuch“. Das „Piraten“ steht in Anführungszeichen, da es sich hier nun mal nicht um so ein typisches Piratenbuch handelt, wie man es sich vorstellt. Aber dennoch dreht es sich sehr viel um die Seefahrt und es hat definitiv Piraten-Momente.
Für mich war dieses Buch einfach mal was völlig neues. Ich habe noch nie etwas mit Sirenen/Meerjungfrauen gelesen oder ein Buch, das sich mit Seefahrt beschäftigt. Es ist eine gelungene Abwechslung zu all diesen „typischen“ Geschichten, auch wenn ein paar Dinge dann doch nicht so überraschend waren. Für mich ein sehr gelungenes Buch!

„I think I might like you. Thing is […] there’s a difference between liking someone and trusting them.“

Die Charaktere sind meiner Meinung nach auch sehr gelungen. Am Anfang denkt man, man hat sie durchschaut, aber je mehr man liest, umso mehr wird einem klar, dass noch viel mehr in ihnen steckt.
Lira ist die Tochter der Sirnenkönigin. Es gibt keine Liebe dort unten im Meer. Es geht um Furcht und gefürchtet werden. Lira kennt nichts anderes und versucht die perfekte Tochter zu sein. Jedes Jahr zu ihrem Geburtstag stiehlt sie nicht nur ein Herz, sie stiehlt das Herz eines Prinzens. Ohne jede Reue, reißt sie den Prinzen das Herz aus der Brust und präsentiert es ihrer Mutter. Aber dann fällt sie in Ungnade und muss unter Menschen die Gunst ihrer Mutter zurück zu gewinnen. Sie beginnt zu sehen, dass es auch anders geht. Das Liebe nichts verachtenswürdiges ist und sie beginnt die Dinge, die sie kennt, in Frage zu stellen. Ich fand ihre Wandlung toll, aber genrell ist sie auch einfach ein toller Charakter. Sie ist eine wirklich tolle Protagonistin, vor allem auch, weil sie anders ist. Am Anfang ist sie die „Böse“. Das hat man einfach nicht oft.
Elian ist der Erbe des größten, mächtigsten Königreiches der Welt. Aber er will alles, nur nicht regieren. Er fährt lieber zur See und jagt Sirenen. Besonders hat er es auf die Sirene abgesehen, die jedes Jahr einen Prinzen holt. Nur auf See fühlt er sich frei und nur in mitten seiner Crew hat er den Respekt, den er sich wünsch. Elian ist ein sehr starker Charakter, der einen sehr sturen Kopf hat. Aber er hat auch ein gutes Herz und setzt alles daran die Meere wieder sicher zu machen und das zu machen, was er für das richtige hält.
Ich mochte immer sehr, wenn die beiden aneinander gerieten. Beide haben ihren eigenen Kopf und Auseinandersetzungen waren immer sehr amüsant. Auf der anderen Seiten ergänzen sie sich aber sehr gut und waren ein wirkliches gutes Team, auch wenn sie andere Ziele verfolgt haben.

„Love and madness are two stars in the same sky. You cannot build a roof to keep out last year’s rain.“

Das Buch ist aus der Sicht von Lira und von Elian geschrieben, meist abwechselnd. Das war sehr vorteilhaft, da man so beide Seiten der Geschichte erfahren hat.
Generell ist der Schreibstil aber auch wirklich gut. Sehr düster und teilweise abwertend oder abweisend, aber genau das passt so gut zur Geschichte und schafft eine gelungene Atmosphäre.

Das Buch ist definitiv eines meiner Jahreshighlights. Die kleine Meerjungfrau mal anders. Blutrünstig und trotzdem voller Herz. Ein tolles Buch mit einer fantastischen Geschichte!

Meine Bewertung: 5 von 5 Sterne

2 Replies to “Review: To Kill A Kingdom von Alexandra Christo”

  1. Huhu liebes 🙂

    Irgendwie kratzt es mich nach der Rezension umso mehr das mir die Geschichte nicht gefallen haha weil das klingt so so gut und nach einer Story die mir gefallen sollte xD
    Aber freut mich sehr das sie dir umso mehr zugesagt hat 🙂

    Herzige Grüße Jenny 🙂

    1. Hallo du 🙂

      Ja eigentlich ist das wirklich schade! aber was will man machen, das passiert leider mal. Vielleicht magst es ja irgendwann doch 😀

      Liebste Grüße :*

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